Stadt  Eschwege hält bereits Pläne für Freibad bereit

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Die Stadt Eschwege plant ein neues Freibad in Eschwege zu errichten. Es soll am See installiert werden und jedem die Möglichkeit bieten, unter freiem Himmel zu schwimmen.

Heppe kritisiert SPD-Antrag – Planungen für das Baden unter freiem Himmel sind bereits in vollem Gange

Eschwege - Als Bürgermeister Alexander Heppe die Tagesordnung zur morgigen Stadtverordnetensammlung in den Händen hielt, fiel er vom Glauben ab. Unter Punkt 8 der Tagesordnung stand der Antrag der SPD-Fraktion zur Errichtung eines neuen Freibades. „Die Stadt ist schon längst aktiv, um Baden unter freiem Himmel in bester Lage künftig möglich zu machen“, bestätigt Heppe.

Freibad am See

Das „Freibad am See“ ist der Projektname für die komplette Umgestaltung des Südufers des Werratalsees. „Derzeit prüft der Fachdienst 43, durch Einbringen einer Schwimmplane einen Teil des Sees zu einem separaten Schwimmbecken abzutrennen und das dortige Wasser permanent ökologisch zu filtern“, stellt der Bürgermeister die Pläne vor. Die bei der Stadt beschäftigten Ingenieure, der städtische Dipl. Biologe und externe Büros, würden derzeit an der Lösung arbeiten, die im Idealfall bereits Anfang des nächsten Jahres umgesetzt werden könnte, so Heppe weiter, der ein ähnliches Konzept am Kinzigsee in Langenselbold gesehen habe, wo man sogar mit einem „Strandbad mit Trinkwasserqualität“ werben würde.

Kein Eintritt für Badegäste

 „Diese Lösung hätte den Vorteil, dass man für die Benutzung des Freibads im See sehr wahrscheinlich keinen Eintritt zahlen müsste und man wäre an dem Ort, an dem sich viele Eschweger und Gäste im Sommer einfach sehr wohl fühlen, mit Blick auf Leuchtberge, Gobert und Meißner und nicht – wie bei dem alten Standort – neben einer vierspurigen Hauptstraße“, merkt Heppe an. Eine Prüfung der Kosten für ein reguläres Freibad sei bereits durch die Stadtwerke durchgeführt worden. Unter dem Strich würden Investitionen von mehr als drei Millionen Euro und jährliche Belastungen in Höhe von deutlich mehr als 350.000 Euro stehen.

Arbeitsgruppe soll es richten

Bei der Errichtung des neuen Freibades plant Heppe eine Arbeitsgruppe zu errichten, die für Transparenz sorgen, die aber auch Investitionen und Folgekosten im Blick behalten soll. Auch der Bürger soll letztlich an der Entscheidung beteiligt werden. Kritisch sieht der Bürgermeister den Antrag der Sozialdemokraten. „Es ist auffällig, dass diejenigen, die damals die Schließung des Freibades mitgetragen, teilweise sogar vorangetrieben haben, nun ein neues Freibad wollen. Gerade Herr Feiertag muss sich die Frage gefallen lassen, warum der Antrag erst jetzt aus der Opposition gestellt wird, obwohl die SPD bis in das letzte Jahr 2016 die Mehrheit im Stadtparlament und den hauptamtlichen Finanzdezernenten gestellt hat“, so Heppe. Die Stadtwerke als Träger des neuen Freibades schließt er aufgrund der anstehenden Zukunftsaufgaben für die Tochtergesellschaft der Stadt völlig aus. Auch bemängelt Heppe das Kirchturmdenken: „Das bringt uns nicht weiter. Ein neues, modernes Freibad wäre möglicherweise der Todesstoß für einige der umliegenden Freibäder. Wollen wir das in Kauf nehmen, oder könnte man nicht auch regionale Partnerschaften prüfen?“

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