Freibad in Großalmerode wird bis 2023 für rund 4 Millionen Euro saniert

Freibad in Großalmerode wird bis 2023 für rund 4 Millionen Euro saniert

Freibad Gebaeude Treppe zugewuchert
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Aktuell befindet sich das Freibad in Großalmerode im Dornröschenschlaf. Ab 2023 soll es wieder geöffnet sein. 

Das Freibad in Großalmerode wird bis Sommer 2023 saniert. Die Stadtverordneten von Großalmerode haben dies auf ihrer vergangenen Sitzung beschlossen. Das Gebäude betrifft die Sanierung jedoch nicht, dies soll zu einem späteren Zeitpunkt geschehen.

Großalmerode. „Die Fördermittel, die wir erhalten werden nicht weiter Erhöht, daher sollen keine Maßnahmen am Gebäude bei der anstehenden Sanierung des Freibades vorgenommen werden. Würden wir dies nämlich tun, dürften wir für künftige Maßnahmen am Gebäude keine neuen Fördermittel mehr beantragen“, erklärte Bürgermeister Finn Thomsen. Dafür wird jedoch die Technik des Freibades sowie die Becken und das Gelände vollständig saniert. Die Arbeiten sollen 2022 ab April oder Mai umgesetzt werden. Die Sanierungskosten werden derzeit mit vier Millionen Euro angesetzt, was rund 30 Prozent höher ist, als noch vor sechs Monaten.

„Wie alle festgestellt haben, steigen die Preise für Handwerker und Baustoffe derzeit sehr stark. Bis vor kurzem konnte man pro Jahr mit Preissteigerungen von fünf bis zehn Prozent rechnen, derzeit sind es 30 Prozent in sechs Monaten. Ob diese Preissteigerung so anhält, oder ob die Entwicklung gar rückläufig wird, kann ihnen derzeit niemand sagen“, erklärt Sebastian Spieß, Geschäftsführender Gesellschafter des Ingenieurbüros Möller + Meyer Gotha GmbH, das die Pläne für die Sanierung erstellt hat und auf Bäder und Eishockeyhallen spezialisiert ist.

Stahl statt Folie

Bei der Sanierung selbst haben sich die Stadtverordneten für eine Stahlauskleidung des Beckens entschieden und gegen eine Folie. Zwar wäre die Folie beim Bau derzeit rund 200.000 Euro günstiger, doch müsste diese nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden, das Stahlbecken hingegen hält 40 bis 50 Jahre. So sind zumindest die Erfahrungswerte, laut Spieß.

Eine Rutsche für das Freibad ist im Beschlussvorschlag zwar nicht vorgesehen, doch soll diese mit Spendenmitteln finanziert werden. Rund 79.000 Euro müssen dafür gesammelt werden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dies schaffen werden. Dies war auch einer der Gründe, warum ein Förderverein für das Schwimmbad gegründet wurde“, erklärt Thomsen.

Die Finanzierung

Vom Bund sowie dem Swim-Programm erhält man 1,45 Millionen Euro Fördermittel. Da man im vergangenem Jahr durch die Schließung des Bades rund 100.000 Euro Rücklagen bilden konnte, muss die Stadt Großalmerode noch etwa 2,5 Millionen Euro aufbringen. Diese Summe soll durch Kredite finanziert werden mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Mit Abschreibung und Zinsen sind es rund 95.000 Euro pro Jahr, die die Stadt dafür im Haushalt einplanen muss.

Ohne Sanierung würden sich die Kosten für Reparaturen am Bad im Jahr durchschnittlich auf etwa 65.000 Euro belaufen, dafür wäre der Zustand des Bades nicht besser, wie es in den Ausführungen von Thomsen erklärt wurde.

Das Gebäude am Freibad, das die Umkleiden, Kassenhäuschen und Gastronomie umfasst, soll zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden. Dafür wolle man sich dann ebenfalls wieder um Fördermittel bemühen, was dadurch möglich sei, da das Gebäude bei der jetzt anstehenden Sanierung außen vor bleibe. Somit spare man laut Thomsen damit langfristig Eigenmittel.

Der Zeitplan

Die Fördermittel sollen am 11. August beantragt werden, seitens des Bundes soll die Bewilligung bis Ende September, seitens des Landes bis November erfolgen. Direkt im Anschluss können dann die genauen Planungen der Sanierung erfolgen, damit von Februar bis April 2022 die Ausschreibung angesetzt werden kann. Baubeginn soll dann spätestens im Mai erfolgen. Ab der Saisonmitte soll das Freibad dann in 2023 wieder genutzt werden können.

Der Beschluss für die Sanierung mit Stahlauskleidung erfolgte einstimmig.

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