Freie Waldorfschule siegt im bundesweiten Wettbewerb „Echt Kuh-l"

Schuelerwettbewerb 'Echt Kuh-l!'
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Der Parlamentarische Staatssekretär, Michael Stübgen,übergab die Siegerurkunden und die Goldene Kuh.

Die Schüler der dritten und vierten Klasse der Freien Waldorfschule Werra-Meißner in Eschwege holten mit einem eigenen gedrehten Film zum Projekt „ECHT KUH-L" den Sieg.

Eschwege - Ziemlich stolz konnten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse der Freien Waldorfschule Werra-Meißner den ersten Preis beim Wettbewerb „ECHT KUH-L“ des Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin entgegen nehmen. Unter dem Motto „Vom Gras ins Glas“ hatten sich über 4.500 Kinder und Jugendliche mit dem Weg der Milch beschäftigt. Der Parlamentarische Staatssekretär, Michael Stübgen, ehrte die Gewinner des Schülerwettbewerbs. „Ich bin begeistert von so vielen kreativen Arbeiten“, sagte er in seiner Laudatio.

Eigenen Film gedreht

Für ihren Wettbewerbsbeitrag hat die Freie Waldorfschule Werra-Meißner den Milchbetrieb Thiele in Oberhone und den Hutzelberghof in Oberrieden, einen zertifizierten Demeter Betrieb, besucht. Sie haben Kühe gemolken und aus frischer Milch den sogenannten „Blitzkäse“ hergestellt und Quarkbällchen gerollt. Mit dabei war auch die Ernährungsberaterin der Nordhessischen Landfrauen, Lydia Janisch.

Ihre Erfahrungen setzten die Kinder zusammen mit Alina Vogt vom Medienwerk Eschwege in einem dreiminütigen Film mit dem Titel „Vom Halm zum Glas“ um und überzeugten damit die Jury in Berlin. Sie wurden in der letzten Woche für drei Tage nach Berlin eingeladen und konnten ihren Preis persönlich entgegen nehmen.

Landwirtschaft erlebt

Die Begeisterung für dieses Projekt erklärt Klassenlehrerin Lilith Schmidt-Gebhardt so: „Die Kinder konnten nicht nur den Weg der Milch sehen, sondern auch die Zusammenhänge in der Landwirtschaft erkennen. Sie haben den Unterschied in der Haltung der Tiere zwischen dem kleien Hutzelberghof und dem wesentlich größeren Betrieb der Familie Thiele erlebt. Damit haben sie nicht nur selbst etwas erlebt und erlernt, sondern auch ein besseres Verständnis für die Modellregion Ökolandbau Norhessen entwickelt.“

Insgesamt wurden 731 Einzelbeiträge eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit unterschiedlichen Haltungsformen der Tiere, lernten Melkmethoden kennen, interessierten sich für die Milchgewinnung und -verarbeitung und machten sich Gedanken zu pflanzlichen Alternativen. Ihre Erkenntnisse, Impulse und Gedanken setzten sie in unterschiedliche Beiträge um: Große Kuh- und Stallmodelle, Molkerei-Nachbildungen aus Milchkartons, Riesenleporellos, Tapetenbanner, Talkings-Books und interaktive Spiele, in Comics, Erklärfilme, Milchzeitungen, Plakate, Songs, Websites und in umfangreiche Projektdokumentationen.

42 Preisträger

Aus allen kreativen Gestaltungs-, Medien- und Projektarbeiten wurden 42 Preisträger gekürt. Die Erstplatzierten wurden letzte Woche von Michael Stübgen, in Berlin geehrt. „Ich finde es klasse, dass wir mit dem Wettbewerb so viele Schülerinnen und Schüler für landwirtschaftliche Themen wie Tierhaltung, Milchgewinnung und -verarbeitung gewinnen konnten. Denn wir brauchen mehr Interesse und mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel und für diejenigen, die unser Essen herstellen“, lobte Stübgen das Engagement der Teilnehmenden. „Ich bin begeistert, dass sich so viele Kinder und Jugendliche derart intensiv damit auseinandergesetzt haben, was unsere Bäuerinnen und Bauern tagtäglich leisten müssen, um gute Lebensmittel für uns zu produzieren.“

„Kuhle Kuh” in Gold

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hatte im Oktober 2017 alle Schülerinnen und Schüler der dritten bis zehnten Klassen zur Teilnahme aufgerufen. Die „Kuh-le Kuh“ in Gold, die Siegertrophäe für den einfallsreichsten Beitrage ging diesmal an zwei Teams aus Hessen. Eine Übersicht aller insgesamt 42 Preisträger gibt es unter www.ECHTKUH-L.de. Hier gibt es nach den Sommerferien auch Informationen über die nächste Wettbewerbsrunde.

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