Stau bei A44-Freigabe zwischen Lichtenau und Waldkappel

A44 Freigabe zwischen Küchen und Bischhausen
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Am Freitag den 13. wurde die A44 zwischen Waldkappel und Hessisch Lichtenau freigegeben - es gab Stau

Werra-Meißner. Wenn ein Schwabe am Freitag den 13. wegen der A44 in den Werra-Meißner-Kreis kommt, dann könnte man denken, dass sich eine finanzielle Katastrophe anbahnt. Zumindest falls man abergläubisch ist. Doch der Schwabe war Staatssekretär Steffen Bilger vom Bundesverkehrsministerium und die rund 240 Millionen Euro für die 10,9 neuen Kilometer der A44 wollte er nicht einsparen, sondern für den Verkehr freigeben.

Denn der Autobahnteil zwischen Küchen, das zu Hessisch Lichtenau gehört, und Bischhausen, einem Ortsteil von Waldkappel, ist fertig. Insgesamt 17,4 Kilometer sind somit befahrbar, von Hessisch Lichtenau West bis Bischhausen. Der Andrang war auch bei der Bevölkerung groß, die sich den Moment nicht entgehen lassen wollte, als seit 2005 nun der dritte Abschnitt für den Verkehr freigegeben wurde. Insgesamt rund zwei Milliarden Euro wird die gesamte Autobahn kosten.

„Die A44 ist keine teure Ortsumgehung, sondern der letzte Lückenschluss im Autobahnnetz in Ost-West-Richtung“, wie es Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil erklärte. Auch wenn der Baubeginn der A44 zunächst schleppend voran ging, so hat sich seit 2014 viel getan. Zahlreiche Abschnitte befinden sich bereits im Bau, andere könnten schon im kommenden Jahr freigegeben werden, wie der Abschnitt zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau.

Damit die zahlreichen Besucher die neue Strecke benutzen konnten, vor allem aber damit diese nicht länger im Regen stehen mussten, schnitt man schnell das schwarz, rot, goldene Bändchen durch. Und fast wie einst in Le Mans schritten die Fahrer zu ihren Autos um sich auf den Weg durch den Tunnel bei Küchen zu begeben, doch ironischer Weise waren so viele Besucher mit ihren Autos angereist, dass es erst einmal einen Stau gab. Aber irgendwas musste ja an diesem Freitag den 13. schief gehen.

Doch die Organisatoren hatten den Verkehr schnell zum fließen gebracht. Somit sind im Werra-Meißner-Kreis nun die ersten beiden Gemeinden durch die Autobahn 44 verbunden.

Die A44 führt dabei durch einen sensiblen Naturraum, der Wildkatzen und die geschützten Fledermausarten Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus beherbergt. Schutzzäune und Wälle minimieren Blendirritationen durch Autoscheinwerfer, vier Grünbrücken sollen den Tieren ein gefahrloses Überqueren der Autobahn ermöglichen. Bei Küchen führt die A44 durch einen etwa 1,3 Kilometer langen Tunnel.

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