Freitag der 13. kann ein Glückstag sein

Seit 2016 gilt Freitag der 13. als "Tag des Rauchmelders". Die Initiative "Rauchmelder retten Leben" und viele Feuerwehren nutzen den Tag für Aufklärungsarbeit rund ums Thema Rauchmelder, Brandgefahren und richtiges Verhalten im Fall eines Brandes.

Werra-Meißner. Freitag der 13. muss kein Pechtag sein. Es ist ein Tag, den man sich gut merken kann. Und seit 2006 auch der „Tag des Rauchmelders“. An diesem Tag stellt die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ unter dem Motto „Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein“ die Aufklärung rund ums Thema Brandschutz und Verhalten im Brandfall in den Fokus.

Auch wenn in Hessen bereits seit vielen Jahren eine Rauchmelderpflicht für Wohnungen und Wohnhäuser besteht und in den meisten Wohnungen diese auch erfüllt wird, gelte es nach wie vor, die Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, weiß Kreisbrandinspektor Christian Sasse. „Die meisten Menschen, die bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommen, fallen den Brandrauch zum Opfer“, berichtet der Leiter des Stabstelle Gefahrenabwehr beim Werra-Meißner-Kreis. Im Schlaf werde das Feuer nicht rechtzeitig bemerkt, warnt der Experte vor der stillen Gefahr des Brandes. „Da kann ein funktionierender Rauchmelder zum Lebensretter werden“, betont Sasse die Bedeutung der Rauchmelder für die eigene Sicherheit.

Deshalb sei Aufklärungsarbeit speziell auch bei der Brandschutzerziehung enorm wichtig. Um die Rauchentwicklung im Haus und die Funktion von Rauchmeldern zu verdeutlichen haben wir ein Modellhaus, mit dem wir bei verschiedenen Veranstaltungen der Feuerwehren im Kreis Aufklärungsarbeit betreiben“, so Sasse. Denn es gibt immer noch Unsicherheiten, wenn es um den richtigen Umgang mit den Rauchmelder geht.

Richtig montiert und gewartet

Damit der kleine Lebensretter in Ernstfall auch zuverlässig seinen Dienst verrichten kann, gibt es einiges zu beachten: In allen Schlafräumen und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen, sind Rauchmelder seit einigen Jahren Pflicht. Sie sollten an der höchsten Stelle des Raumes an der Decke montiert werden. „Optimal ist es, den Rauchmelder in der Mitte des Raums anzubringen“, so Sasse. In den übrigen Aufenthaltsräumen ist die Installation von Rauchmeldern zwar kein Muss aber ebenfalls aus Sicherheitsgründen empfehlenswert. Grundsätzlich sind die kleinen Lebensretter wartungsfrei. Dennoch sollte man in regelmäßigen Zeitabständen einen Funktionstest durchführen und die Batterien erneuern.

Jeder hofft, dass sein Rauchmelder nie zum Einsatz kommt. Und wenn doch, wie reagiert man richtig? Grundsätzlich heißt es erst einmal kurz durchatmen, rät Sasse. Sobald ein Rauchmelder ausgelöst hat, solle man schauen, wo die Alarmursache liegt. Bei kleineren Bränden kann man eventuell selbst einen ersten Löschversuch unternehmen, so der Kreisbrandinspektor weiter. Allerdings sollte man immer die eigene Sicherheit beachten. Ansonsten heißt es, umgehend die Wohnung verlassen, andere Mitbewohner warnen und die Feuerwehr alarmieren.

Aufklärung im Fokus

Die Erfahrungen der Feuerwehren zeigen, dass trotz bundesweiter Rauchmelderpflicht viele Menschen nicht genau wissen, wie Rauchmelder funktionieren, und dass diese im Ernstfall rechtzeitig vor gefährlichem Brandrauch warnen. Mit dem Ziel, noch mehr Menschen im Rahmen der notwenigen Aufklärungsarbeit zu erreichen, hat die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ in diesem Jahr zum „Tag des Rauchmelders“ parallel zur Plakat- auch eine Online-Kampagne gestartet. Unter www.rauchmelder-lebensretter.de stellt die Initiative die Funktionsweise und Pflege von Rauchmeldern sowie das Verhalten im Brandfall in den Fokus.

In Blogartikeln von „Rauchmelder retten Leben“ vermitteln Beiträge mit Text und Bild Wissenswertes über Rauchmelder, Brandgefahren in der Wohnung und wie man sich im Falle eines Brandes verhalten soll.

Rubriklistenbild: © Sorembik

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