Friedaer errichteten in Eigenregie Mehrgenerationenspielplatz

Initiatoren, Helfer und Sponsoren freuen sich über den neuen Mehrgenerationengarten im Friedaer Kirchgarten. Fotos: Renneberg
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Initiatoren, Helfer und Sponsoren freuen sich über den neuen Mehrgenerationengarten im Friedaer Kirchgarten. Fotos: Renneberg

Mit Spenden, Fördergeldern und viel ehrenamtlicher Arbeit haben die Friedaer im Kirchgarten einen Mehrgenerationenspielpatz aus dem Boden gestampft.

Frieda. Vor einem Jahr wuchs in Frieda die Idee, den brachliegenden Kirchgarten am Anger in einen Mehrgenerationenspielplatz zu verwandeln – jetzt stehen auf der ansprechend hergerichteten Fläche drei Spielgeräte für Kinder und Erwachsene bereit.

Bis die Friedaer die nutzen  können, müssen sie sich allerdings noch etwas gedulden. Zunächst muss der frisch eingesäte Rasen wachsen. "Im Frühjahr wollen wir den Platz mit einer Einweihungsfeier an das Dorf übergeben", kündigte Tina Pfeiffer an.

Rund 25.000 Euro Spenden

Sie hatte im Oktober 2015 die Initiative zu dem Projekt unter dem Titel "Gemeinsam statt einsam" ergriffen und 5.000 Euro aus dem Pampers-Ideenwettbewerb "Deutschland wird Kinderland" und 10.000 Euro aus der GOFUS-Initiative "PLATZ DA!" eingestrichen.

Weiteres Geld steuerten die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck (5.000 Euro), die Sparkassen-Stiftung "Gutes bewahren – Zukunft gestalten" (2.500 Euro) und die Bürgerstiftung Werra-Meißner (1.000 Euro) bei. Zudem verkaufte der TSV Frieda zu Fasching einen "Mehrgenerationencocktail", dessen Erlös ebenso in das Projekt floss wie mehrere Kollekten der örtlichen Kirchengemeinde.

Die stellte zudem ihr Grundstück zur Verfügung. "Es ist eine Win-Win-Situation", sagte Pfarrer Rainer Koch. Aus dem verwahrlosten Platz sei ein attraktiver Anlaufpunkt fürJung und Alt geworden. Darüber hinaus diente das Projekt der Integration, denn zahlreiche Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, allen voran Taj Alchabaan, haben kräftig mitangepackt – genauso wie viele alteingesessene Friedaer. Namentlich nannte Bürgermeister Gerhold Brill hier Herbert Käbberich, Bernd Appel, Bernd Bogatsch, Siegfried Schmerbach, Alexander Hempel und Egon Holzapfel. Unterstützt wurden sie vom Bauhof der Gemeinde Meinhard.

"Gewinn für den Ortskern"

Brill bezeichnete den Mehrgenerationengarten als "großen Gewinn für den Ortskern", der durch die Ortsumgehung einen Spielplatz verloren hatte.

Im Anschluss ließ Tina Pfeiffer die Arbeiten der vergangenen zwölf Monate bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus in einer Powerpoint-Präsentation Revue passieren. Ganz abgeschlossen sind die allerdings noch nicht: Im ehemaligen Toilettenhäuschen des Gemeindehauses soll eine überdachte Aufenthaltsgelegenheit entstehen. Die Gefache wurden bereits rausgestemmt und die Balken aufgearbeitet – jetzt fehlt noch der Holzfußboden. Zudem sollen Bänke und ein Zaun aufgebaut werden.

"Es ist großartig zu sehen, wie aus einer Idee ein fertiges Projekt wird", sagte Pfeiffer, "das ging aber nur, weil so viele Helfer ehrenamtlich mitangepackt haben."

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