Fußballvereine fordern mehr Hilfe für die Platzpflege von der Stadtverwaltung

Hätten gern mehr Unterstützung durch die Stadt bei der Platzpflege: (v.li.) Andreas Horn (ESV Walburg), Lukas Sedlak (Spvgg Hopfelde/Hollstein), Rainer Bohnwagner (SV Velmeden), Günter Vogt (LFV Hessisch Lichtenau), Holger Nolte (RW Fürstenhagen) und Michael Siebert (TSG Fürstenhagen).
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Hätten gern mehr Unterstützung durch die Stadt bei der Platzpflege: (v.li.) Andreas Horn (ESV Walburg), Lukas Sedlak (Spvgg Hopfelde/Hollstein), Rainer Bohnwagner (SV Velmeden), Günter Vogt (LFV Hessisch Lichtenau), Holger Nolte (RW Fürstenhagen) und Michael Siebert (TSG Fürstenhagen).

In Hessisch Lichtenau protestieren die Vereine für mehr Unterstützung bei der Platzpflege

Hessisch Lichtenau. Vergangene Woche trafen sich die Hessisch Lichtenauer Fußballvereine im Clubhaus des Lichtenauer Fußballvereins. Grund der Einladung war ein in den Vereinen um sich greifender Unmut darüber, dass die Stadt die Vereine mit der Pflege und Instandhaltung der Fußballplätze vollkommen allein lasse.

Darüber hinaus würden Gesprächsgesuche seitens der Vereine von der Stadt abgeblockt. Diese Ansicht vertraten die Vorsitzenden der Fußballvereine RW Fürstenhagen (Holger Nolte), ESV Walburg (Andreas Horn), Spvgg Hopfelde/Hollstein (Lukas Sedlak), SV Velmeden (Rainer Bohnwagner), FV Lichtenau (Günter Vogt) und TSG Fürstenhagen (Michael Siebert) geschlossen.

„Die Stadt entzieht sich der Verantwortung“, fasste Nolte die Stimmung im Vereinshaus zusammen. Anfang April kam es dann zu einem telefonischen Gespräch zwischen Nolte und Michael Heußner, Hessisch Lichtenaus Bürgermeister.

Bei diesem Gespräch verwies Heußner nach Aussage Noltes an die städtischen Gremien, an Magistrat und Stadtverordnetenversammlung, was Bürgermeister Michael Heußner auch auf Anfrage unserer Zeitung soweit bestätigte.

Durch den damaligen Beschluss – als es um den sogenannten Schutzschirmvertrag ging – hatte man sich in der Stadtverordnetenversammlung darauf geeinigt, die Mittel für das Mähen der Plätze zu streichen (der MARKTSPIEGEL berichtete). Heußner betont, dass die Verwaltung sich an die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung zu halten habe, diese könne den Beschluss entsprechend rückgängig machen. Man müsse sich daher an die entsprechenden Entscheidungsträger – Magistrat und Stadtverordnetenversammlung – wenden.

Verwaltung muss Beschluss achten

Das stimme auch soweit, wie João de Azevedo, Jugendleiter des LFV mitteilt: „Die Stadtverordnetenversammlung fasste den Beschluss, dass die Stadt, respektive der Bauhof, sich nicht mehr um das Mähen der Plätze kümmert. Da kann sich die Verwaltung nicht einfach drüber hinwegsetzen.“ Es gehe den Vereinen aber hauptsächlich darum, mit der Stadt ins Gespräch zu kommen, sagte Friedhelm Koch, der beim ESV Walburg im Ältestenrat ist.

„Wir sind enttäuscht von der Stadt, dass überhaupt nicht auf die Vereine zugegangen wird“, so Koch. Denn auch Dialogversuche mit dem Magistrat seien aus Sicht der Vereine gescheitert, wie de Azevedo hinzufügte. Der Stadt seien die Fußballvereine sehr wohl wichtig, so stelle man jährlich 7.500 Euro für den Kunstrasenplatz zur Verfügung, wie es Heußner betonte. Seitens der Vereine erklärte man, dass die aktuelle Situation für die Vereine nur noch schwer tragbar sei.

Nolte stellte für den Fürstenhagener Sportplatz an der Schulstraße eine Beispielkostenaufstellung für das Jahr auf, wobei er auf jährliche Kosten von über 3.000 Euro, lediglich für Pflege und Instandhaltung kam. Sowohl der SW Fürstenhagen, wie auch die anderen Vereine mit ihren Sportplätzen müssen diese Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

„Das führt dazu, dass wir bei den kleinsten Sachen schon Finanzierungsprobleme kriegen“, sagte Günter Vogt vom LFV. Auch seien in der Vergangenheit aufgrund der teils prekären finanziellen Lage immer wieder talentierte Spieler in Vereine außerhalb Hessisch Lichtenaus abgewandert.

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