Futter wurde von Flammen geraubt: Zuchtbetrieb braucht Heu für Rinder

Scheunenbrand in Laudenbach: Feuer vernichtete Futtervorräte.
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Scheunenbrand in Laudenbach: Feuer vernichtete Futtervorräte.

In Laudenbach brannte eine Scheune mit Futtervorräten nieder - Hof hofft auf Heu- und Stroh-Spenden

Laudenbach. Für Familie Pfeil mit ihrem Rinderzuchtbetrieb war alles in Ordnung. Den Tieren ging es gut im Stall, Futter hatte man genug für sie in der Scheune. Es war eigentlich ein normaler Tag, als man zusammen draußen am Tisch Abendbrot essen wollte.

„Wir dachten dass unsere Nachbarn grillen, als es zunächst ein wenig nach Rauch roch, doch kurz danach gab es ein lautes Geräusch – man kann es gar nicht beschreiben, doch da brannte es dann aber schon in der Scheune. Da konnten wir uns nur noch in Sicherheit bringen“, erklärt Jutta Pfeil. Ihr Mann Günther und ihre Familie führen den Betrieb bereits in der vierten Generation.

Feuerwehren der gesamten Region im Einsatz

Der Brand war so schwer, dass alle Feuerwehren aus der Umgebung und anderer Städte aushelfen mussten, auch das Technische Hilfswerk rückte mit schwerem Gerät an, um die Scheune zu löschen. Das Fatale: Dort lagerte das gesamte Futter für die Rinder des landwirtschaftlichen Betriebes. Wie durch ein Wunder wurden nur zwei Feuerwehrleute bei den Arbeiten leicht verletzt.

Die gesamte Familie mit Kindern, Enkelkindern und auch die Tiere konnten alle rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr war auch noch Tage danach mit den Löscheinsätzen beschäftigt. Immer wieder gab es neue Brandherde im Heu und Stroh. Logistisch war es ein Mammut-Projekt, denn es wurde soviel Wasser benötigt, das Fahrzeuge auch Nachschub vom Exbergsee holen mussten, das glimmende Stroh und Heu wurde zu separaten Plätzen gebracht.

Das gesamte Futter ist verloren

„Ursache des Ganzen soll ein Fahrzeugbrand in der Scheune gewesen sein“, erklärt Günther Pfeil. Wie es in Zukunft weiter gehen wird, dass muss die Familie jetzt erst einmal prüfen. Die zerstörte Scheune und Maschinen sind zwar ein herber Verlust, doch dass größte Problem ist das verlorene Heu und Stroh. „Leider ist das ganze Futter für die Tiere verbrannt“, erklärt Günther Pfeil.

Auf den eigenen Wiesen hatte man dieses bisher immer selbst hergestellt, doch der Verlust kann nun nicht mehr ausgeglichen, das mit Löschwasser getränkte Heu nicht mehr verwendet werden. „Wir können jetzt nur hoffen, dass wir Futterspenden von anderen Betrieben bekommen“, erklären die Pfeils.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren haben die trockenen Sommer allgemein in der Landwirtschaft dazu geführt, dass viele Landwirte selbst schon nicht mehr genügend Futter produzieren konnten. Viele mussten zukaufen, die Preise stiegen.

Neben dem erlittenen Schock ist diese Unsicherheit ein weiterer Tiefschlag. Man hofft, dass der Brand nicht das Aus bedeutet und auch die fünfte und sechste Generation den Betrieb übernehmen können.

 „Derzeit sind wir dabei alles mit der Versicherung zu regeln, wir wissen aber nicht wie lang das dauern wird“, so Jutta Pfeil. Dabei drängt jedoch die Zeit wegen dem Futter.

Wer der Familie Pfeil mit Futter für die Tiere aushelfen möchte, kann sich telefonisch unter 05604 8801 melden.

Aller Dank gilt den Einsatzkräften

Aber auch in der dunkelsten Stunde und bei all den Tiefschlägen, die man erlitten hat, empfindet die Familie Dankbarkeit: „Wir sind allen Einsatzkräften sehr dankbar. Sie haben alles gegeben und Schlimmeres verhindern können. Ihr Einsatz hat auch noch einmal ganz deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass jeder Ort seine eigene Wehr haben sollte. Auch den Helfern, die die Einsatzkräfte so gut versorgt haben danken wir noch einmal ausdrücklich. Sie alle arbeiten ehrenamtlich und riskieren ihr Leben. Das kann man diesen Menschen nicht hoch genug anrechnen. Bei den Anwohnern können wir uns nur entschuldigen, denn der Geruch und Rauch bei dem Brand war extrem“, erklären Jutta und Günther Pfeil.

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