"Gebäude stürzt nach Explosion ein"

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Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau probte den Ernstfall: ein Gebäude stürzt nach einer Explosion ein.

Hessisch Lichtenau. Mitte August konnte auf dem Gelände der ehemaligen Firmen Ritter und Klapp eine umfangreiche Übung im Bereich Brand- und Hilfeleistung durchgeführt werden. Die Übung wurde möglich, weil die Gebäude auf dem Gelände abgerissen werden, hier sollen neue Stadtvillen entstehen.Die Feuerwehren Fürstenhagen, Walburg, Wickersrode, sowie die Kernstadt nahmen mit rund 40 aktiven Frauen und Männern an dieser Übung Teil. Die Aufstellung erfolgte am Stützpunkt, über Funk wurde der Einsatzbefehl gegeben."Explosion mit Einsturz und Brandfolge an einem Industriebetrieb in der Hanröderstraße in Hessisch Lichtenau"! Die Feuerwehren rückten mit normaler Fahrt zum Einsatzort an, wo sich den Kräften folgende Lage bot:Ein Gebäudeteil ist vermutlich durch eine Explosion eingestürzt, Teile des Gebäudes sind in Brand geraten. Unter einem eingestürzten Vordach, befindet sich ein PKW. Die erste Erkundung macht schnell deutlich, dass viele Menschen bei dem Szenario verletzt wurden. Einige sind Eingeklemmt, einige Verschüttet, im brennenden Gebäudeteil werden ebenfalls Menschen vermisst.Nachdem die Einheitenführer ihren Einsatzbefehl abgegebene haben, konzentrieren sich die Kräfte zunächst primär auf die Menschenrettung. Parallel dazu wurde eine Brandbekämpfung eingeleitet.Im PKW war eine Person eingeklemmt, zu Ihrer Rettung wurde der PKW mittels maschineller Zugeinrichtung des Rüstwagens unter dem Dach hervorgezogen. Die verletzte Person musste dann mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug gerettet werden.Durch Trümmerteile verschüttete und eingeklemmte Personen wurden zunächst durch Feuerwehrkräfte betreut und wurden dann ebenfalls mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät aber auch Hebekissen befreit und an einem Sammelplatz abgelegt, hier wurden Sie vom Rettungsdienst übernommen.Ein Trupp unter Atemschutz ging in das brennende Gebäude vor und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Für den realitätsnahen Einsatz wurde das Gebäude mit einer Nebelmaschine verraucht.

Fotos & Text: Stefan Schlegel, Freiwillige Feuerwehr Hessisch Lichtenau

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