Gedenkort in Eschwege für Euthanasieopfer wird eingeweiht

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Dekan Dr. Martin Arnold (links) und der Vorstand des Vereins Aufwind, Hartmut Kleiber, vor dem Gedenkort in der Eschweger Innenstadt.

Morgen wird die Gedenkstelle für Opfer des NS-Euthanasieprogrammes aus dem Kreis in Eschwege eingeweiht.

Eschwege - Am 29. Mai laden der Verein Aufwind und Dekan Dr. Martin Arnold zur Einweihung der Gedenkstätte für die Opfer des NS-Euthanasieprogramms im Landkreis ein. Um 14 Uhr findet in der Marktkirche in Eschwege eine Andacht statt. Sie wird gestaltet durch Schüler der Anne-Frank-Schule Außenstelle Wanfried unter Leitung des Musiklehrers Heiko Striening. Um 15.30 Uhr werden die Gedenktafeln, die durch den Kassler Künstler Lutz Kirchner gestaltet wurden, am Wohnheim des Vereins am Brühl eingeweiht. 42 Namenszüge werden angebracht, sie stehen für 42 Schicksale von Menschen mit Behinderung im Altkreis, die von den Nazis verschleppt und ermordet wurden. „Viele Familien wussten lange nicht, was mit ihren Angehörigen geschehen ist“, berichtet Dr. Martin Arnold, der seit 2015 zu dem Thema recherchiert hat. „Heute weiß man, dass sie nach Hadamar gebracht wurden, wo sie getötet wurde. Oftmals dienten sie vorher noch als Versuchspersonen für menschenunwürdige Experimente. Viele Familien haben bis heute keinen Ort des Gedenkens an ihre Angehörigen. Der soll ihnen mit der Anbringung des Namensfrieses am Haus Brühl 6 gegeben werden“, berichtet Dr. Martin Arnold von dem Projekt. Den Bewohnern des Hauses, Menschen mit seelischer Behinderung, sei auch daran gelegen, dass den Opfern von damals gedacht werde, berichtet Aufwind Vorstand Hartmut Kleiber. „Es ist eine Frage der Würde“, sagt er. Die Biografien der Opfer kann man unter www.aufwind-wmk.de/Namen nachlesen. Wer sich an den Kosten für die Installation beteiligen möchte, der kann seine Spende an folgendes Konto überweisen: Verein Aufwind DE54 5226 3085 0001 0908 36.

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