Gefahr auf dem Radweg: BI will Strecke des R5 in Frieda ändern

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Fährt man in Frieda den Radweg R5, muss man eine gefährliche Kreuzung überqueren. Dieses Problem will die BI nun lösen.

Frieda. "Wir haben etwas Tolles serviert bekommen, aber die Gläser waren nicht gespült," so fasst Bernd Appel von der Bügerinitiative ProSüdumgehung Frieda (BI) die Situation im Meinharder Ortsteil zusammen.Er hat während der Rad+Fun Veranstaltung 350 Unterschriften gesammelt von Menschen, die sich für die Änderung der Straßenführung aussprechen. Die BI hatte auch Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium eingeladen, der aber kurzfristig abgesagt hat. Während des Events machte die Freiwillige Feuerwehr Frieda den Weg frei für die Radfahrer.Beim Ortstermin erläuterte er dem Landtagsabgeordneten Lothar Quanz (SPD) die Situation. 15 Jahre hat die BI dafür gekämpft, dass Frieda eine Ortsumgehung bekommt. Im September letzten Jahres war es dann soweit, die Straßenführung im Bereich des Radweges in Richtung Wanfried hatte die BI schon in der Planungsphase bemängelt, man wollte das Projekt als Ganzes jedoch nicht gefährden, so Bernd Appel.

An der Abfahrt in Richtung der L3467 nach Großtöpfer muss der Radfahrer die Bundesstraße B249 und die Landstraße überqueren. Zwar sind dort Warnschilder aufgestellt und das Tempo ist auf 80 reduziert, aber selbst wenn sich alle Autofahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkung hielten, ist die Kreuzung gefährlich. "Jetzt geht es ja gerade (11.30 Uhr), aber ab halb fünf kommt man hier nicht mehr rüber. Für Kinder ist das sehr gefährlich, unsere Enkel (acht und zwölf Jahre, Anmerkung der Redaktion) lassen wir nicht allein fahren", berichtet Rosita Heukenroth, die den Radweg täglich bei ihren Fahrten zum Einkaufen nach Wanfried nutzt.Bernd Appel und die Bürgerinitiative sehen das genauso."Wir müssen eine Lösung finden und werden dabei die BI nicht allein lassen. Es ist die Frage was geht, was kostet es, wir werden das in den nächsten Monaten prüfen," sagt der Bürgermeister der Gemeinde Meinhard Gerhold Brill.

"Wir von der BI wollten, dass der Radweg auf der alten Bahntrasse verläuft, das hatten wir damals auch vorgeschlagen, dann wäre er weiter von der Straße entfernt und hätte nicht diese gefährliche Kreuzung, aber das wurde aus Gründen des Naturschutzes abgelehnt", berichtet er. Zwischen Altenburschla und Wanfried wird die Bahntrasse so genutzt.Die aufgelassene Bahnstrecke verläuft vor Frieda paralell zu der neuen Umgehungsstraße. An der neuen Brücke über den Bach Frieda treffen Umgehungsstraße und Bahndamm aufeinander. Nach den Vorstellungen der  BI, können Radfahrer nach einer Streckenänderung an der Frieda unter der Straße kreuzungsfrei weiter radeln.Die Gründe für die Ablehnung dieser Trassenführung sind für den Landtagsabgeordneten Lothar Quanz nicht überzeugend."Die Bürger verstehen nicht, warum acht Unterführungen für Frösche gebaut werden aber keine, die auch für  Menschen passierbar ist. Bei der Abwägung wurde vergessen, dass es auch um die Sicherheit der Menschen geht. Ich werde versuchen mit politischen Möglichkeiten Einfluss zu nehmen", versicherte er.Nach seiner Ansicht sind die Radwege, neben den Premium Wanderwegen, ein wichtiger Teil des touristischen Kapitals der Region, eine so gefährliche Straßenführung passe da nicht hinein, sagte er sinngemäß. Er will das Thema im Kreistag einbringen. "Die Zeit ist jetzt günstig, denn das Flurbereinigungsverfahren hat 2015 begonnen", erklärt Bernd Appel.

Den neuen Flächennutzungsplan muss die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidenten genehmigen. Sie hat die Strecke über den alten Bahndamm bereits einmal aus Naturschutzgründen abgelehnt.

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