Zur Gefahrenabwehr: Neuer Rüstwagen mit Kran steht allen Wehren im Kreis zur Verfügung

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Dieser Schlüssel ist vielleicht doch etwas groß, passt aber zum Anlass: (v.li.) Sven Rathgeber (stellv. Stadtbrandinspektor), Stadtbrandinspektor Lothar John, Kreisbrandinspektor Christian Sasse, Landrat Stefan Reuß und Stadtrat Theodor Sternal.

Vor vier Jahren begann die Planung zur Anschaffung. Nun ist der Rüstwagen mit Kran an seinem neuen Platz: der Wehr in Eschwege. Von hier aus soll der 16-Tonner im ganzen Kreis schnell zur Verfügung stehen.

Eschwege - Vier Jahre hat es gedauert, nun ist er endlich angekommen: Der neue Rüstwagen mit Kran hat seinen Platz in der Wache der Feuerwehr Eschwege gefunden. Landrat Stefan Reuß und Stadtrat Theodor Sternal konnten das neue Fahrzeug stellvertretend für den Landkreis und der Stadt am vergangenen Donnerstag an den Kreisbrandinspektor Christian Sasse und den Eschweger Stadtbrandinspektor Lothar John übergeben.

„Der Standort Eschwege wurde auf Grund der zentralen Lage gewählt. Von hier kann das Fahrzeug schnell zu Einsätzen im Kreis ausrücken”, erklärte Stefan Reuß. Denn es, so betonte der Landrat, handelt sich um ein Kreisfahrzeug, das allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Werra-Meißner-Kreis zur Verfügung steht. Auch über die Landkreisgrenze hinaus werde gern bei Wunsch unterstützt.

Stadtbrandinspektor Lothar John (links) und sein Stellvertreter Sven Rathgeber freuen sich über die vielen technischen Geräte und Möglichkeiten des Rüstwagens.

Das bisherige Fahrzeug der Feuerwehr Eschwege ist mittlerweile 32 Jahre alt. Auf Grund der Gefährdungsbeurteilung für den Landkreis und der Planungen für den überörtlichen Brandschutz wurde eine Kranerweiterung nötig. Die Planung zur Anschaffung begann 2014. Es gab erste Gespräche mit dem Landrat, der Feuerwehr und der Stadt Eschwege sowie dem Hessischen Innenministerium. Auch ein Förderantrag an das Ministerium wurde gestellt. „In 2015 konnten wir dann eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt abschließen. Durch neue DIN-Richtlinien mussten wir jedoch die Leistungserstellung erweitern, erst dann konnten wir europaweit ausschreiben”, informierte Kreisbrandinspektor Christian Sasse.

Verzögerungen bei der Anschaffung

Der Aufbau und die Beladung konnten so vergeben werden, für das Fahrgestell lag jedoch noch kein Angebot vor. Erst im Februar 2017 konnte das Mercedes-Fahrgestell in Auftrag gegeben werden – mit einer Lieferzeit von 16 Monaten. Nach Verzögerungen beim Technischen Prüfdienst und der Überführungsfahrt ist der Rüstwagen schließlich am vergangenen Donnerstag in Eschwege angekommen.

Vom Fingerspitzengefühl des Kranführers (hier Sven Rathgeber) konnten sich die Gäste bereits überzeugen.

„Mit der zusätzlichen technischen Ausstattung steht den Kameraden nun die beste Technik zur Verfügung”, so Sasse. „So können wir zum Beispiel bei Verkehrsunfällen noch besser und schneller agieren”, ergänzt Stadtbrandinspektor Lothar John. Beide dankten dem Landkreis und der Stadt für die gute Zusammenarbeit.

Die Kosten der Anschaffung belaufen sich auf etwa 442.000 Euro. Die Stadt Eschwege betiligte sich mit etwa 90.000 Euro, das Land Hessen mit 112.000 Euro und der Kreis mit rund 240.000 Euro. Die Betriebskosten übernimmt die Stadt zu zwei Dritteln, der Kreis zu einem Drittel. „Ich kann Ihnen versichern, bei uns ist das Fahrzeug in guten Händen”, sagte John. 15 Mitarbeiter haben bereits eine Kranschulung absolviert, zehn weitere werden in den kommenden Monaten folgen.

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