Gelsterphilharmonie - Möglicher Abschied vom Ersatzbau

Solch eine Art Pavillon wird es in Großalmerode wohl nicht mehr geben. Der Platz kann nun "frei gestaltet" werden. Dieser Pavillon wurde inzwischen abgerissen. Foto: Archiv
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Solch eine Art Pavillon wird es in Großalmerode wohl nicht mehr geben. Der Platz kann nun "frei gestaltet" werden. Dieser Pavillon wurde inzwischen abgerissen. Foto: Archiv

Großalmerodes Gelsterphilharmonie - wie der Pavillon auf dem Marktplatz genannt wird - wird wohl nicht wiederkommen

Großalmerode. Es ist eine 180 Grad Wende bezüglich des Pavillons auf Großalmerodes Marktplatz. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde beschlossen, dass der Investor einen neuen Plan zur Umgestaltung des Marktplatzes vorlegen kann. Dabei muss nun aber kein Ersatzbau mehr errichtet werden.

Die Debatte wurde recht strittig in der Sitzung geführt. Laut WG haben sich gewisse Umstände geändert. "Es ist inzwischen nicht mehr vermittelbar, wenn wir jetzt schon wieder einen Ersatzbau (Damit ist der Bau eines neuen Pavillon gemeint, Anmerkung der Redaktion) errichten lassen, nachdem der unfertige Bau schon wieder abgerissen wurde", erklärte Uwe Range von der WG.

Michael Goßmann von der SPD erwiderte, dass man eine geltende Satzung habe in der die Schließung der Baulücke geregelt sei. Würde man keinen Ersatzbau errichten, verstoße man gegen geltendes Recht.

"Satzungen kann man auch wieder ändern", erwiderte Uwe Fischer von der WG.

Bürgermeister Andreas Nickel fasste die Diskussion so zusammen: "In der Sitzung am 3. September wurde ein gültiger Beschluss mit nur einer Gegenstimme angenommen und jetzt wollen sie hier und heute das Gegenteil beschließen."

"Die unendliche Geschichte"

Auf dem Marktplatz stand zunächst eine Drogerie, die nach langen Diskussionen abgerissen wurde. Nach mehreren Vorschlägen für einen Ersatzbau einigte man sich schließlich auf einen Entwurf, der noch vor dem Heimatfest 2015 umgesetzt werden sollte.

Da aufgrund des Fertigstellungstermins die Stadtverordneten nicht mehr über eine notwendige Änderung abstimmen konnten, da es Probleme mit der Verkehrssicherheit gegeben hätte, entschied man die Änderungen kurzerhand in der Verwaltung.

Dieser Umstand hatte jedoch zur Folge, dass ein Baustopp verhängt wurde, da durch die Änderungen nach Ansicht einiger Stadtverordneter nun die Proportionen des Ersatzbaus nicht mehr stimmen würden.

Am Ende einigte man sich am 3. September 2015 in der Stadtverordnetenversammlung auf einen neuen Entwurf. Der Investor ließ in diesem Jahr den teilweise errichteten Pavillon abreißen.

Gestern nun die Entscheidung, dass man keinen Pavillon mehr errichten muss, sondern einen Freien Platz errichten kann. Die über die Vorschläger zur Neugestaltung stimmen dann die Stadtverordneten erneut ab.

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