Gemeinde Meißner wird ab 2016 ans Erdgas-Netz angeschlossen

+

Meißner wird ans Erdgasnetz angeschlossen. Den Konzessionsvertrag haben Vertreter der Gemeinde und der EnergieNetz Mitte GmbH am Montag unterzeichnet.

Meißner. Die Gemeinde Meißner wird an das Erdgasnetz angeschlossen. Den entsprechenden Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren haben Vertreter der Gemeinde und der EnergieNetz Mitte GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der EAM, am Montag unterzeichnet. Er tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

In einem ersten Bauabschnitt soll eine bestehende Gashochdruckleitung von Frankershausen über Wolfterode bis Vockerode ausgebaut werden. Der Beginn der Arbeiten ist für Sommer oder Herbst 2016 geplant. Die Kosten von rund 700.000 Euro für die etwa sechs Kilometer lange Leitung trägt der Netzbetreiber. "Von Vockerode aus sind wir in der Lage, weitere Orte zu erschließen", sagte Armin Schülbe, Leiter des Regionalzentrums Nord der EnergieNetz Mitte. "Das geht allerdings nicht von heute auf morgen, sondern wird mehrere Jahre dauern."

Welche Orte letztlich an die Erdgasleitung angeschlossen werden, entscheide die Nachfrage vor Ort, betonte Bürgermeister Friedhelm Junghans. 1994 habe die Gemeinde schon einmal den Bedarf an Erdgasversorgung ermittelt – "mit ernüchterndem Ergebnis", so Junghans. EnergieNetz-Mitte-Geschäftsführer Jörg Hartmann erwartet jedoch reges Interesse an den rund 2.000 Euro teuren Hausanschlüssen.

Es sei durchaus realistisch, dass rund 80 Prozent der Haushalte ihre Wärmeversorgung innerhalb der nächsten 20 Jahre  auf Erdgas umstellen. Das entspreche in etwa der Lebensdauer einer Heizungsanlage. Der Netzbetreiber will daher im Frühjahr 2016 in Informationsveranstaltungen zunächst auf die Bürger Wolfterode und Vockerode zugehen – zudem werden Mitarbeiter den Bedarf in den übrigen Gemeinden ermitteln.

Dass der mittlerweile gestiegen ist, glaubt auch Bürgermeister Junghans. In Gesprächen mit Immobilien-Interessenten und Wirtschaftsbetrieben werde immer wieder deutlich, dass der Anschluss an das Erdgasnetz ein wichtiger Standort-Faktor sei. Er bezeichnete die Vertragsunterzeichung daher als "historischen Schritt für die Gemeinde". "Mit der EAM haben wir einen verlässlichen Partner gefunden, mit dem wir in der Stromversorgung seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten", sagte Junghans. Zudem ist Meißner eine von 109 Gemeinden, die als Gesellschafter an der EAM beteiligt sind.

Dass der Startschuss für die Erschließung in Vockerode fällt, liegt an Plänen der dortigen Firma Köhler Kalk, die Energieversorgung ihrer Produktionstechnik teilweise auf Erdgas umzustellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Zwei Vollsperrungen im Werra-Meißner-Kreis ab Dienstag

In den Gemeinden Hessisch Lichtenau und Sontra kommt es ab Dienstag zu Vollsperrungen
Zwei Vollsperrungen im Werra-Meißner-Kreis ab Dienstag

Bau geht gut voran: Kita-Neubau in Eschwege nimmt Gestalt an

Die ersten Wände stehen, das Dach soll im August folgen: Der Kita-Neubau am Bahnhof ist im vollen Gange.
Bau geht gut voran: Kita-Neubau in Eschwege nimmt Gestalt an

JSG Meißnerland hat mit erstem E-Jugend Training seit Beginn der Corona-Pandemie begonnen

In Walburg Trainierte jetzt mit Abstand und Wascheimer die E-Jugend der JSG Meißnerland
JSG Meißnerland hat mit erstem E-Jugend Training seit Beginn der Corona-Pandemie begonnen

Witzenhausen: Krankenschwester berichtet vom "Arbeitsalltag" im Pandemie-Krankenhaus

Von Arbeitsalltag, wie man ihn vor drei Monaten definiert hätte, kann im Pandemie-Krankenhaus in Witzenhausen aktuell keine Rede sein. Nicht nur für die Ärzte, sondern …
Witzenhausen: Krankenschwester berichtet vom "Arbeitsalltag" im Pandemie-Krankenhaus

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.