Gemeinschaft will regionales Fleisch mehr in den Handel bringen

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Die Vereinigung Ökolandbau in Hessen e.V. setzt auf regionale Fleischerzeugnisse von der „grünen Wiese“. Foto: Privat

Die Aktionsgemeinschaft „Echt Hessisch" will den Absatz von regionalen Fleischerzeugnissen fördern.

Von SILVIA HABELE

Werra-Meißner. Die Nachfrage nach regional und ökologisch erzeugtem Rindfleisch steigt in der Region stetig an. Parallel dazu gibt es in den Mittelgebirgslagen von Nord- und Mittelhessen eine große Rindfleischerzeugung, meist sogar noch auf der "grünen Wiese" selbst.Dennoch: Trotz der hohen Nachfrage ist es den Betrieben oftmals nicht oder nur schwer möglich, zu angemessenen Preisen zu vermarkten, in Supermärkten und Großküchen hingegen wird Bio-Fleisch aus der ganzen Republik, aber wenig aus der Region selbst angeboten.Die Aktionsgemeinschaft "Echt Hessisch" will das nun ändern und den Absatz von ökologisch und regional erzeugtem Rindfleisch in Nord- und Mittelhessen fördern. Dieses Teilprojekt wird durch die Vereinigung Ökolandbau in Hessen e.V. (VÖL), dem Dachverband der Ökoanbauverbände in Hessen, bearbeitet und von Anneke Jostes koordiniert.Der Ökoaktionsplan der schwarz-grünen Landesregierung sieht ausdrücklich vor, kleinbäuerlichen Strukturen zu mehr Vermarktungsmöglichkeiten zu verhelfen.

Überblick verschaffen

In Zeiten der starken Zentralisierung in der Lebensmittelbranche ein positives Signal, welches gerade strukturschwachen Regionen, die über viel Grünland verfügen, zu mehr Wirtschaftskraft verhelfen soll. Das Projekt wird daher selbst auch vom Hessischen Landwirtschaftsministerium finanziert."Es ist wichtig, dass wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Wir brauchen eine genaue Datenlage, wieviele Rinder haltende Betriebe es gibt, wie groß die Vermarktungsmengen und –wege sind,  genauso wie wir mehr darüber erfahren wollen, wie und wo das Rind verarbeitet wird",  so Jostes.

Auf den Daten aufbauend sollen die Vertriebs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen besser aufeinander abgestimmt und ausgebaut werden. Ziel ist es, stabile  Handlungspartnerschaften in der Region aufzubauen, die die Landwirtschaft, Schlachtereien, Metzgereien, Anbieter wie kleine Bioläden aber auch Discounter und letztlich die Verbraucher zusammenbringt. Faire Preise sollen alle für ihre Arbeit bekommen und dabei möglichst viel Geld in der Region selbst bleiben, Arbeitsplätze sichern oder auch neue ermöglichen.

"Für kleine konventionell wirtschaftende Betriebe mit Rinderhaltung lohnt sich die Umstellung durchaus, wenn wir uns die wachsende Nachfrage nach Biofleisch vor Augen halten. Der Kunde ist auch aufgrund von Lebensmittelskandale und zunehmender Sensibilisierung im Ernährungsbereich wieder bereit, einen höheren Preis für Qualitätsfleisch zu zahlen.", so Jostes. Beratung und Unterstützung auf diesem Weg wird über das Projekt selbst angeboten.Interessenten können sich an Anneke Jostes wenden unter Tel. 0174-4849307 oder  Mail: aj@voel-hessen.de

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