In Gemeinschaftsunterkunft in Eschwege sind Bewohner an Covid-19 erkrankt

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Zehn Neuinfizierungen wurden in der vergangenen Woche im Werra-Meißner-Kreis festgestellt.

Eschwege. Am heutigen Dienstag hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Werra-Meißner-Kreis auf 224 erhöht. In den letzten sieben Tagen gab es im Werra-Meißner-Kreis 10 Neuinfizierungen. Etwaige Abweichungen zu den Angaben des RKI ergeben sich durch Verzögerungen in der Meldekette.

Von den 224 Fällen entfallen bzw. entfielen 80 auf insgesamt acht Seniorenheime in denen Personal und/oder Bewohner betroffen sind bzw. waren. Hiervon ist noch eine Person aus einem Heim in Bad Sooden-Allendorf erkrankt. Diese und eine weitere erkrankte Person werden im Klinikum Werra-Meißner auf der normalen Isolierstation behandelt. Die weiteren neun erkrankten Personen befinden sich in häuslicher Überwachung durch das Gesundheitsamt.

Acht Fälle in einer Gemeinschaftsunterkunft

Acht Personen hiervon leben in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Eschwege. Aus Sicherheits- und Vorsichtgründen für die Bewohnerinnen und Bewohner selbst und für die Bevölkerung insgesamt wurden alle 119 Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft durch das Gesundheitsamt unter häusliche Quarantäne gestellt und wurden inzwischen getestet, einige Testergebnisse stehen noch aus.

Die positiv getesteten Bewohner weisen keine bzw. nur schwache Symptome auf. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden gemäß den Bestimmungen des RKI überwacht und täglich überprüft. Da die Gemeinschaftsunterkunft einer besonderen Sensibilität unterliegt, wurden entsprechende Sicherheitsvorkehrungen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, der Arbeiterwohlfahrt und der Polizei getroffen, damit die Quarantänisierungsvorschriften auch eingehalten werden.

Komplette Gemeinschaftsunterkunft in Eschwege unter Quarantäne

Nachdem zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Eschwege positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurden, wurden entsprechende Kontaktlisten erstellt und sich aus Vorsorge- und Sicherheitsgründen entschieden, alle Bewohnerinnen und Bewohner unter Quarantäne zu stellen.

Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner und der Bevölkerung wurde diese einschneidende Maßnahme getroffen, die viel Sensibilität und Verständnis erfordert. Zur Überwachung und Einhaltung der Quarantänebestimmungen werden entsprechende Maßnahmen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, der Arbeiterwohlfahrt als Betreuer der Bewohner und der Polizei getroffen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden kurzfristig getestet.

Insgesamt sind von der Maßnahme 119 Bewohnerinnen und Bewohner betroffen. Ausdrücklich bittet die Kreisverwaltung auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bewohner um Verständnis und Unterstützung.

„Wir müssen mit größter Vorsicht vorgehen, aber auch so konsequent, damit sich kein „Infektionsherd“ bildet“, so Landrat Stefan Reuß und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann.

Es befinden sich zurzeit über 150 Personen in Quarantäne. 197 der bisher 224 bestätigten Infizierten sind inzwischen genesen. Todesfälle sind insgesamt 16 zu beklagen.

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