Georg Lohse aus Bad Sooden-Allendorf feierte seinen 100. Geburtstag

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Georg Lohse (links) wurde am Dienstag 100 Jahre alt. Günter Leis und Heike Nölke gratulieren.

Der gebürtige Dresdner lebt seit etwa einem halbem Jahr im Seniorenzentrum Nettling in Bad Sooden-Allendorf. Dort feierte er am Dienstag seinen 100. Geburtstag.

Bad Sooden-Allendorf - Das Telefon in seinem Zimmer im Seniorenzentrum Nettling lief heiß, als Georg Lohse am Dienstag seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Glückwünsche an das Geburtstagskind kamen nicht nur von der Familie und Freunden, sondern auch vom 1. Stadtrat Günter Leis und der Kreisbeigeordneten Heike Nölke.

Am 18. Februar 1920 wurde Georg Lohse in Dresden geboren. Nach seinem Hauptschulabschluss begann er eine Lehre zum Brauer und Mälzer, arbeitete anschießend als Austauschbrauer in Dessau. Mit 18 Jahren wird er dann zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, es folgen Einsätze in Frankreich, Jugoslawien, Oberschlesien und Russland. Zwei Verletzungen zieht sich der Wehrmachtssoldat zu, einen Handgelenkdurchschuss im Polenfeldzug und eine Beinverwundung im Russlandfeldzug. 1944 kommt er in russische Gefangenschaft, fünf Jahre später erst wird er daraus entlassen.

Georg Lohse schult schließlich um zum Maurer, macht sein Abitur und studiert später sogar Ingenieurwesen an der TU Dresden Bau. 1951 heiratet er seine Frau Jutta, zusammen bekommen sie ihren Sohn Matthias, der heute mit seiner Familie in Bayern lebt, Jutta Lohse verstirbt bereits 1972.

Als Rentner in die BRD umgezogen

Georg Lohse siedelt 1988 als Rentner in die Bundesrepublik Deutschland über, zuerst nach Murnau, dann nach Wurmansau. Sechs Jahre später wechselt er an den Wohnort seiner neuen Lebensgefährtin, Bad Sooden- Allendorf. Seit etwa einem halben Jahr wohnt er im Seniorenzentrum Nettling.

„Vor etlichen Jahren hatte mir in Köln ein Weissager die Hand gelesen und gesagt, mir stünde ein hohes Alter bevor, mindestens 80 Jahre. Jetzt im hohen Alter erinnere ich mich daran und denke, war es wirklich Zufall oder konnte er doch aus der Hand lesen“, sagt Georg Lohse selbst. Auf die Frage, warum er in Köln war, sagte er: „Da war ich mit einem Mädchen im Tanzpalast. Sie sagte immer ‚Ich bin so verschossen in deine Sommersprossen‘ “, erzählt er mit einem Lächeln im Gesicht.

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