Gerettetes Muffellamm „Elsa" aus Wanfried lebt nun mit Hunden und Hirschen

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Elsa ist mittlerweile in der Familie angekommen und wurde von allen Mitgliedern akzeptiert, auch von den tierischen.

Dem vor einigen Tagen an der Landstraße gefundenen Muffel-Lämmchen geht es sehr gut. „Elsa" wohnt nun beim Wanfrieder Tierarzt Dr. Ernst-Wilhelm Kalden und wird dort mit Flaschenmilch aufgezogen.

Wanfried - Gerade einmal ein paar Stunden alt, keine Mutter in der Nähe, dafür eine viel befahrene Straße: Für das kleine Muffellamm war es  vor einigen Tagen die Rettung für sein noch kurzes Leben.  Zwei Radfahrer aus Eschwege entdeckten das kleine Tier an der Landstraße bei Wanfried. Bürgermeister Wilhelm Gebhard war zur Stelle und informierte sofort den Tierarzt Dr. Wilhelm Kalden aus Wanfried. Gemeinsam gelang es ihnen, das Lamm einzufangen.

Muffellamm Elsa wurde vor vier Tagen an der Landstraße bei Wanfried gefunden.

Jetzt, einige Tage später, geht es „Elsa" hervorragend. „Sie hatte großes Glück, dass ich noch gefrorene Erstlingsmilch auf Lager hatte, denn die ist wegen der Antikörper überlebenswichtig für ein so junges Lamm", sagt der Wanfrieder Tierarzt. Da der Nabel des Tieres noch nass gewesen sei, geht er davon aus, dass es morgens erst geboren wurde. Gefunden wurde es mittags. Die Mutter ist wohl vermutlich durch einen Wildriss gestorben, einen entsprechenden Kadaver habe man erst heute in der Nähe aufgefunden. Untersuchungen stehen noch aus.

Muffellamm „Elsa" in neuer Familie angekommen

 © Kalden/nh
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Sohn Valentin Kalden ist auch ganz begeistert von Elsa. © Kalden/nh
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Das war das Bild kurz nach der Rettung de kleinen Lamms. © Privat
Auch Retter und Bürgermeister Wilhelm Gebhard hat Elsa ins Herz geschlossen. © Gebhard/nh

Währenddessen ist Elsa bereits richtig in der Familie angekommen. „Sie ist sehr zutraulich, geht mit uns und den Hunden spazieren. Auch mit den Hirschen versteht sie sich", so Kalden, bei dem neben Hunden, auch noch Hirsche, Rehe, ein Wildschwein und Hühner leben. Muffelschafe gehören zu den Wildschafen, Elsa allerdings kann später nicht mehr ausgewildert werden. Dafür sei sie jetzt schon zu sehr an den Menschen gewöhnt und fixiert.

Alle zwei Stunden bekommt Elsa nun die Flasche, auch nachts. Bis sie etwa vier Monate alt ist, wird sie so gefüttert. Zeit, um groß und kräftig zu werden, hat sie nun bei Familie Kalden allemal.

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