Projekt „Gesunder Werra-Meißner-Kreis" schreitet voran

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Haben einen Vertrag für den Aufbau einer Integrierten Versorgung geschlossen: (v.li.) Justin Rautenberg, Dr. Helmut Hildebrandt (beide OptiMedis) und Marco Althans (Vorstand BKK Werra-Meißner). Das Projekt „Gesunder Werra-Meißner-Kreis” soll ab 2019 starten.

BKK Werra-Meißner und OptiMedis AG schließen Vertrag zum „Gesunden Werra-Meißner-Kreis”.

Eschwege/Werra-Meißner - Gesundheits- und Versorgungsprogramme wie Ärzte, Therapeuten und Apotheken zum Wohl der Menschen in der Region besser vernetzen, der Aufgabe haben sich die BKK Werra-Meißner und die OptiMedis AG aus Hamburg angenommen. Einen Vertrag für diese sogenannte „Integretierte Versorgung” wurde in der vergangenen Woche unterzeichnet. „Wir beschäftigen uns schon länger damit, wie wir die Struktur des Gesundheitswesens für die Menschen im Kreis verbessern können”, so BKK-Vorstand Marco Althans.

So sei man auf das „Gesunde Kinzigtal” gestoßen, das unter anderem von der auf Integrierte Versorgung spezialisierten OptiMedis AG initiiert wurde. Nun soll auch im Werra-Meißner-Kreis, gemeinsam mit dem Landkreis, niedergelassenen Ärzten und den beiden Ärztenetzen vor Ort sowie mit sozialen Einrichtungen ein Gesundheitsnetzwerk aufgebaut werden.

Sektorenübergreifende Versorgung

„Das Gesundheitsnetz ist stark fragmentiert. Jedes System arbeitet für sich”, erklärt Justin Rautenberg, Projektleiter der OptiMedis. „Dabei würde eine sektorübergreifende Versorgung, medizinisch und sozial, den Menschen zu mehr Eigeninitiative in Bezug auf ihre Gesundheit verhelfen”, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Helmut Hildebrandt (siehe EXTRA INFO). „Es geht nicht nur darum, bestehende Erkrankungen zu behandeln, sondern Krankheiten vorzubeugen. Das ist effizient und innovativ”, so Hildebrandt weiter.

Prävention im Vordergrund

Dafür soll nun ein Gesundheitsnetzwerk entstehen, in dem sich nicht nur Ärzte, Therapeuten und Krankenhäuser, sondern auch Apotheken, Vereine, Betriebe und Kommunen engagieren. „Dazu braucht es starke Partner vor Ort, die das Management und die Organisation übernehmen”, so Hildebrandt. Für diesen Entwicklungsprozess wird eine regionale Gesundheits-GmbH gegründet. Sie bringt Ärzte und andere Gesundheitsberufe zusammen und organisiert Versorgungsprogramme, zum Beispiel für Patienten mit Osteoporose oder Herzinsuffizienz.

Die Gesundheitseinrichtungen können sich als Leistungspartner an dem Projekt beteiligen, sie erhalten aber weiterhin ihr Geld nach den üblichen Regeln und sind insofern frei, ob sie sich beteiligen möchten oder nicht. Die bessere Vernetzung von Leistungserbringern soll dabei nicht nur die gesundheitliche Versorgung optimieren, sondern diese auch wirtschaftlicher machen. Denn, wenn Krankheiten verhindert oder frühzeitig erkannt werden, sinken die Kosten der medizinischen Versorgung in der Region.

Ab Anfang 2019 sollen sich die Versicherten aktiv beteiligen und die Angebote des Netzwerkes nutzen können. Mehr Informationen unter oder www.gesunder-werra-meissner-kreis.de

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