Gewalt an Frauen hat viele Gesichter

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Foto: Archiv

Mehr als 6500 Fahnen und Banner werden jährlich zum 25. November, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, gehisst.

Mehr als 6500 "TERRES DES FEMMES frei leben – ohne Gewalt" Fahnen und Banner werden jährlich zum 25. November, dem internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen", gehisst. Auch vor dem Sitz der Kreisverwaltung des Werra-Meißner-Kreises wehtein diesem Jahr wieder eine Fahne.

Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstandes gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

40 Prozent der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. 25 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen haben häusliche Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt, 13 Prozent haben seit dem 16. Lebensjahr strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erfahren und 42 Prozent haben psychische Gewalt (Einschüchterung, Verleumdung, Drohungen, Psychoterror) erlebt.

Gewalt gegen Frauen wird überwiegend durch Partner oder Ex-Partner und im häuslichen Bereich verübt. Im Werra-Meißner-Kreis fährt die Polizei ca. 200 Einsätze bei häuslicher Gewalt jährlich und ca. 200 Frauen suchen jährlich die Frauenberatungsstelle des Vereins "Frauen für Frauen – Frauen für Kinder" aus diesem Grund auf.

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt beim Gleichstellungsbüro des Werra-Meißner-Kreises befasst sich seit 1999 mit dem Thema und hat im Laufe der Jahre viele Interventionsangebote entwickelt und umgesetzt. Erstmalig findet aus Anlass des 15-jährigen Bestehens ein Runder Tisch am 25.11.2014 von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr in einer Gemeinde statt und thematisiert die Folgen von häuslicher Gewalt für Kinder. Das bestehende Hilfesystem und bereits vorhandenePräventionsangebote werden dabei den Bürger/innen der Gemeinde Wehretal in der Paul-Moor-Schule vorgestellt.

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