Giftköder in Meinhard: PETA setzt 500 Euro Belohnung aus

Um Hunde und andere Tiere zu schützen, fordert PETA einen Giftköder-Atlas. Foto: PETA Deutschland e.V.
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Um Hunde und andere Tiere zu schützen, fordert PETA einen Giftköder-Atlas. Foto: PETA Deutschland e.V.

Nachdem am Dienstagvormittag Giftköder in Schwebda gefunden wurden, schaltet sich die Tierrechtsorganisation PETA ein und lobt eine Belohnung aus.

Meinhard. Am Dienstagvormittag haben Spaziergänger auf dem Wanderweg zum Schloss Wolfsbrunnen in Schwebda Giftköder gefunden. Die Polizei hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen und nimmt unter Telefon 05651-9250 Zeugenhinweise entgegen.

Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung des Tierquälers führen. Zeugen können sich - auch anonym - unter Telefon 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA wenden. Die Tierrechtsorganisation weist zudem darauf hin, dass Tierhalter, deren Vierbeiner Opfer von präparierten Ködern geworden sind, umgehend einen Tierarzt aufsuchen und Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch verdächtige Funde sollten sofort bei der Polizei gemeldet werden.

"Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit die Vierbeiner wieder sorglos spazieren geführt werden können", betont Judith Pein im Namen von PETA. "Neben der Gefährdung für Hunde und Katzen stellen Giftköder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar."

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art: "Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Tiere Opfer von Delikten werden." In Berlin wurde bereits der erste amtliche Giftköderatlas eingeführt. Darin können Betroffene Giftköderfunde eintragen und sich über aktuelle Funde informieren. Um Gerüchten entgegenzuwirken, muss der Köderfund allerdings zuvor bei der Polizei gemeldet worden sein. Außerdem ist ein Attest eines Tierarztes sowie, wenn möglich, ein Foto des Köders hochzuladen.

EXTRA-INFO: PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht.

Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden.

Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

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