Gleichstellungsbeauftragte will Mann und Frau auf Augenhöhe bringen 

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Thekla Rotermund-Capar ist mit ihrem Gleichstellungsbüro in die Bremer Straße 10a nach Eschwege umgezogen. Zu finden ist die Gleichstellungsbeauftragte im 2. OG, Zimmer 202.

Gleichstellungsbüro jetzt in der Bremer Straße in Eschwege – Aufgabenfeld  in der Arbeit mit Frauen ist im Wandel

Eschwege- Das Gleichstellungsbüro Werra-Meißner musste aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Landgrafenschloss in den vergangenen Jahren oft seinen Standort wechseln. Von der Innenstadt in die Bahnhofstraße und weiter nach Oberhone führt der Weg nun im fünften Jahr in die Bremer Straße 10a nach Eschwege. „Wir sind seit dem 1. Januar diesen Jahres hier zu finden“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Thekla Rotermund-Capar, die jetzt in einem neuen Tätigkeitsfeld angekommen ist.

Neuer Standort - anderes Klientel

„An jedem Standort hat man ein anderes Klientel – hier in der Bremer Straße habe ich überwiegend mit geflüchteten Frauen zu tun“, sagt sie und erklärt, dass wenn diese Frauen von Benachteiligung sprechen, sie ein ganz anderes Päckchen zu tragen hätten als eine Deutsche. „Es ist eine andere Kultur. Meine Aufgabe ist es, diese Frauen und ihre Anliegen sichtbar zu machen“, so Rotermund-Capar, die über 18 Jahre Erfahrung im Bereich der Frauenarbeit und Gleichstellung mitbringt. Doch während sie früher hauptsächlich versuchte auf der politischen Ebene Veränderungen für das weibliche Geschlecht zu bewirken, setzt sie mittlerweile direkt bei ihnen an.

„Mann und Frau auf Augenhöhe bringen“

„Ich möchte Mann und Frau auf Augenhöhe bringen. Eine Frau bringt ganze viele Qualitäten, die besonders wertvoll sind“, weiß sie und versucht genau das zu vermitteln. Von daher fasst sie das Matriarchat ganz genau ins Auge. „Früher räumte man der Frau die wichtigste Stellung in Stellung in Staat und Familie ein – heute wird die Aufgabe der Frau nicht mal ansatzweise so viel Wert geschätzt wie die Arbeit des in Vollzeit beschäftigten Mannes. Dabei hat die Familienarbeit den allergrößten Wert“, erklärt Rotermund-Capar. Die Präventionsarbeit setzt daher schon sehr früh an. Zusammen mit Ralf Ruhl von der AWO-Beratungsstelle für Männer, besucht Thekla Rotermund-Capar die Berufsschulen und zeigt den Wert von Familie und Familienarbeit auf.

Männer sensibilisieren

Insgesamt müssten die Männer dahingehend sensibilisiert werden, dass sie die Familienarbeit der Frau wieder zu schätzen lernen. „Aber auch die Frau selbst ist gefragt. Wir müssen ihre Ressourcen aufbauen und stärken“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte, die zunächst auch vermittelt, was selbst dafür getan werden kann, um sich besser zu fühlen. „Dahingehend stellt die Arbeit mit Geflüchteten eine Herausforderung dar – aber Schritt für Schritt kann man auch hier etwas bewirken“, so Rotermund-Capar. Das Gleichstellungsbüro Werra-Meißner befindet sich in der Bremer Straße 10a, 2. OG, Zimmer 202 in Eschwege und ist unter 05651/4741340 zu erreichen.

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