Das Gradierwerk in Bad Sooden-Allendorf wird grundhaft saniert

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(V.li.) Helmut Franke vom Bauamt, Mario Blaschke (Leiter Baubetriebshof), Aljoscha Wardeischke (Dachdeckermeister), Bürgermeister Frank Hix und Erster Stadtrat Günter Leis starten die Sanierungsarbeiten am Gradierwerk Bad Sooden-Allendorf.

Bis Mai wird das Freiluftinhalatorium gesperrt sein: keine Einschränkung für Thermen-Besucher

Bad Sooden-Allendorf. Vergangene Woche Mittwoch haben die Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten am Gradierwerk in Sooden begonnen. Bereits vor drei Jahren gab es ein Gutachten über den Zustand des Badestädter Freiluftinhalatoriums, in dem feststand: Es muss saniert werden.

Grund ist der zwingend notwendige Austausch der Bedornung, der alle 15 bis 20 Jahre stattfinden muss (s. Extra Info). Doch nicht nur hier wird ein Austausch stattfinden. Auch die Solewanne muss erneuert werden. In einem spezielle Verfahren wird eine solebeständige Folie eingezogen und abgedichtet. Die bisherige Solewanne war durchlässig – es ist immer wieder Sole ausgedrungen. Daher will die Stadt und das Bauamt auf eine langlebigere Konstruktion mit dichter Folie setzen, da somit auch mehr Sole im Gradierwerk selbst zum Herunterrinnen zwischen dem Schwarzdornreisig nach oben gepumpt werden kann. Der Kreislauf ist somit stabiler und es steht die Prognose, dass die Bedornung somit langlebiger sein wird.

Die Sanierungsarbeiten ziehen sich vermutlich bis Ende Mai. „Zum Städte-Jubiläum soll das Gradierwerk wieder für Besucher begehbar sein“, kündigt Bürgermeister Frank Hix an.

Da ein Teil des Gradierwerks unmittelbar in den Sauna-Garten der Werratal-Therme integriert ist, werden die Bauarbeiten an dieser Seite beginnen. „Die Thermen- und Sauna-Nutzer werden hierdurch keinerlei Einschränkunen bei ihrem Besuch haben, da wir ein Gerüst mit Sichtschutz aufstellen werden, das bis zur höchsten Stelle des Freiluft-inhalatoriums reicht.“, sagt der Bad Sooden-Allendörfer Zimmereimeister, Aljoscha Wardeischke, der für die Gerüst- und Dachdeckerarbeiten zuständig ist.

Der Bereich vom Thermenparkplatz (Am Gradierwerk) bis zum Kino wird in der Zeit bis Mai gesperrt sein. Die Bushaltestelle vor der Therme wird 100 Meter vorverlegt in die Bismarckstraße. Informationen hierzu sind an allen Fahrplänen in Bad Sooden-Allendorf ausgehangen.

EXTRA INFO

Die salzhaltige Luft, die während des Vorbeispazierens eingeatmet werden kann, hilft gegen verschiedenste Krankheiten. Die besondere Luft entsteht durch Sole, die vom Kopf des Gradierwerks an einer Schwarzdornwand nach unten läuft. Durch die feinen Äste in der Oberfläche des Schwarzdornes bilden sich kleine Tropfen, von denen ein Teil der Wasseranteile verdunstet und eine salzhaltige Umgebungsluft entsteht. Die herunterlaufende Sole bringt steinartige Ablagerungen an den Ästen mit sich – den sogenannten Dornstein. Je mehr Dornstein sich bildet, desto weniger salzhaltig ist in der Luft. Darüberhinaus wird der Dornstein so schwer, dass die tragende Holzkonstruktion überlastet wird.

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