Großalmerode: Andreas Nickel verlässt das Bürgermeisteramt

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Hat während seiner Zeit im Amt besonders die Begegnungen und Gespräche mit Bürgern geschätzt, die ihn so intensiv an ihrem Leben teilhaben ließen: Andreas Nickel.

Andreas Nickel blickt auf 18 Jahre  als Bürgermeister zurück und verabschiedet sich am 10. Juni aus seinem Amt.

Großalmerode. Im Rathaus weht künftig ein neuer Wind. Finn Thomsen ist der neue Bürgermeister, wenn am 10. Juni die Amtszeit von Andreas Nickel endet. Im Jahr 2000 hatte dieser wiederum sein Amt angetreten und kann, nach zweimaliger Wiederwahl, auf eine lange und spannende Amtszeit zurückblicken. „Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die erfolgreich zum Abschluss gebrachten Verhandlungen zum Erwerb der Strom- und Gasnetze und eine Einladung des Bundespräsidenten in das Schloss Bellevue zum Tag des Grundgesetzes“, erinnert sich Nickel. „Bemerkenswert war auch die Verleihung des Denkmalschutzpreises für die Sanierung der Eichwaldsiedlung in Rommerode. Einzigartig wurde eine ganze Siedlung grundhaft saniert und bot zuallererst den damaligen Bewohnern zukunftsfähigen Wohnraum“, so Nickel weiter.

Zufrieden blickt er auch auf die aktuell sehr positiv abgeschlossenen Anstrengungen, das Internet in den ländlichen Raum zu bekommen, zurück. „In allen Stadtteilen liegt das Glasfaser-Netz, eine Internetversorgung mit attraktiven Übertragungsraten ist gesichert. Das ist ein Meilenstein in Sachen Infrastrukturentwicklung für Firmen, Gewerbe sowie Bürger, die damit ein wichtiges, zukunftsorientiertes Angebot erhalten“, sagt Nickel.

„Großalmerode ist lebens- und liebenswert“

Auf die Bevölkerung kommt Andreas Nickel besonders häufig zu sprechen, was immer wieder seine Achtung und Nähe zu den Bürgern erkennbar werden lässt. „Fasziniert hat mich immer die besondere Stimmung während der Heimatfeste, in denen die Liebe und Verbundenheit mit Großalmerode so unmissverständlich und offen zum Ausdruck kommt“, erklärt Nickel dazu. Mit einigen Schülern aus Großalmerode verbindet er eine besondere Begebenheit, die ihn sehr gerührt hat.

„Oft war ich in Schulen und habe die Tätigkeit von Bürgermeister und Stadtverwaltung erklärt. Dabei musste ich ebenso erklären, was eine Stadt von einer Gemeinde unterscheidet und habe darauf hingewiesen, dass die Stadt Großalmerode im Gegensatz zu anderen Städten keine Stadtmauer hat und der Bürgermeister keine Amtskette besitzt. Wochen später kamen Schüler, die mir eine selbstgemachte Amtskette überbrachten, was mich sehr gerührt hat“, sagt Nickel.

Die Entscheidung nicht mehr zu kandidieren, hat Andreas Nickel bereits zur Jahreswende 2016/2017 getroffen. Einen Grund ließ er sich in diesem Zusammenhang nicht entlocken.

Pläne für die Zukunft

„Ich möchte meiner Familie und meinen Interessen mehr Raum geben, als es bisher möglich war, beabsichtige aber auch zukünftig einer Berufstätigkeit nachzugehen. Der Sommer gehört der Privatperson, danach möchte ich mich einer Aufgabe widmen, in die ich mich mit meinen Erfahrungen und Kenntnissen, meiner Leistungsbereitschaft und meiner Kreativität einbringen kann“, erzählt Nickel. Das Berufsbild eines Bürgermeisters scheint gleichermaßen interessant, wie auch umfänglich zu sein und eine besondere Aufmerksamkeit ist immer geboten. Diese wird sicherlich auch Nachfolger Finn Thomsen walten lassen. „Ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass seine Vorhaben unter einem guten Stern stehen und dass immer wieder das Glück bei ihm anklopft“, sagt Nickel dazu abschließend.

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