Es geht um die Wurst - Hundekot in Großalmerode

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„Tolle Wurst“: Wer solch einen „Schiss“ macht ist klar, doch verantwortlich dafür, dass dieser liegen bleibt sind nicht die guten Herrchen oder Frauchen, sondern die „Schweinchen“. Auf der anderen Straßenseite von dem Haufen steht ein Abfalleimer  (Am Mühlgraben) an dem es auch Beutel für Hundekot gibt. 

Die Stadt Großalmerode möchte mehr gegen Hundekot unternehmen

Großalmerode. „Tretminen“ gibt es in Großalmerode wie in jeder anderen Stadt auch. An manchen Punkten mehr als an anderen. Ungehindert lassen so manche Besitzer ihren Hund einfach auf den Bürgersteig ihr Geschäft verrichten. Dabei ist nicht dem Hund die Schuld zu geben, sondern den Besitzern, die eigentlich einen Beutel für den Schiss dabei haben müssten. Doch es gibt unbelehrbare Halter, den es wahrlich „scheißegal“ ist.

So darf der Nächste dann mit dem Stöckchen die Tretmine aus dem Schuhprofil pulen. Die Stadt hat ein wenig Not beim Verhindern mit dem Hundekot. So fragte man sich in der Tonstadt: „Wie kann man gegen diese Verunreinigung vorgehen?“.

Bei anderen Städten fragen, oder im Internet googlen, was für Möglichkeiten man gegen den Hundekot unternehmen könnte, ergaben laut Bürgermeister Andreas Nickel nur eins: „Niemand hat wirklich eine Lösung parat!“ Die Täter bestrafen? Kaum möglich, ohne Zeugen ist es vergebene Liebesmühe. So keimte die Idee auf, Halter zu loben, welche die Hinterlassenschaften ihrer Hunde vorbildlich entsorgen. Doris Stanzel und Horst Wilhelm sind zwei positive Beispiele.

Wurden von Bürgermeister Andreas Nickel für ihre Vorbildlichkeit exemplarisch ausgezeichnet: Doris Stanzel mit Hündin Kiwi sowie Horst Wilhelm mit Hund Idefix am Mühlgraben.

Ihre Hunde Kiwi und Idefix machen Häufchen wie jeder andere Hund, doch ihre Besitzer entsorgen das Ganze im Müll. Beide sind in den vergangenen Wochen positiv aufgefallen. Die Stadt hatte zunächst alle Hundebesitzer in Großalmerode angeschrieben – rund 500 Stück. In dem Schreiben wies man darauf hin, das „Beutelverhalten“ der Besitzer zu beobachten. An zwei Tagen wurde mit drei Personen vom Ordnungsamt kontrolliert.

„Die Aktion kam bei den vorbildlichen Besitzern gut an“, erklärte Nickel. Bei denen, die den Haufen liegen lassen, wird man dies zukünftig registrieren und warten, bis man entsprechende Zeugenaussagen vorliegen hat, um eine Strafe verhängen zu können.

Insgesamt sei die Situation aber schon deutlich besser geworden, seitdem es kostenfreie Beutel gibt, wie es Hundebesitzer Horst Wilhelm erklärt. Sein Hund Idefix mache zudem immer auf ein Stück Küchenrolle, dass er dann mit dem Beutel einsammelt.

Bürgermeister Nickel erklärte, dass man auch bei der Stadt Wien anfragen werde, wie man dort das Problem in den Griff bekommen hat, denn bei seinem Urlaub in der Metropole ist ihm kürzlich aufgefallen, wie hundehaufenfrei die Stadt sei und dass Besitzer entsprechend darauf hingewiesen werden, das der Dreck vom Hund weggeräumt muss.

Den beiden Großalmerödern Wilhelm und Stanzel dankte Nickel für deren Vorbildlichkeit und überreichte ein kleines Geschenk. „Wer vorbildlich handelt, wird belohnt“, so Nickel.

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