Großalmerode entwickelt Strategie für die Zukunft

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Die fraktionsübergreifende Sitzung sollte Stärken, Schwächen und Chancen von Großalmerode offenlegen.

Um die Stärken und Schwächen der Tonstadt ging es beim fraktionsübergreifenden Strategieworkshop der Stadtverordneten. Und darum, die Stadt in Zukunft zu vermarkten.

Großalmerode. Wie soll es mit der Tonstadt in Zukunft weitergehen? Die Stadtverordneten werden in ihren Sitzungen im Oktober und November sollen dazu Handlungsfelder und Oberziele festgelegt werden, die erreicht werden sollen.

Die Grundlagen hierfür wurden bereits im Mai von den Stadtverordneten gelegt. Man hatte einen fraktionsübergreifenden Strategieworkshop in Laudenbach veranstaltet. Dabei ging es um die Stärken und die Schwächen der Stadt sowie die Potentiale, um die Stadt attraktiver für die Bürger und interessanter für mögliche neue Bürger gestalten zu können.

Die größte Schwäche und das größte Risiko für die Zukunft sind der Bevölkerungsrückgang und die damit verbundenen Leerstände. Als Chance sieht man hingegen den Industriestandort Großalmerode, vor allem, wenn die Autobahn 44 in der Nähe verläuft. Vor allem mit den im Verhältnis zu anderen Kommunen der Region niedrigen Steuern könne man als attraktiver Standort fungieren. Ein Schlüssel für die Umsetzung könne dabei eine bessere Vermarktung dieser Stärken der Stadt sein. So kann man es zumindest aus dem Protokoll des Workshops lesen. Die Details gilt es nun zu klären, auch vor dem Hintergrund der finanziellen Lage der Stadt. genaueres wird sich wohl aber frühestens während der Stadtverordnetenversammlungen zeigen bzw. in der Nachbearbeitung.

Zwischenruf: „Schau’n wir mal"

Marktspiegel-Redakteur Christian Horn kommentiert die Ziele der Stadt:

„Böse Zungen könnten jetzt wieder meckern und sagen, dass der Workshop viel Gerede gewesen sei und am Ende nur wieder Bekanntes herausgekommen ist. Leerstände, Bevölkerungsrückgang, wenige finanzielle Mittel. Ja, das ist bekannt. Doch fairer Weise muss man sagen, man hat sich auch Gedanken darum gemacht, was für Chancen sich bieten. Natürlich wird man nicht innerhalb eines Jahres eine neue boomende Stadt herbeiführen können. Doch man kann sich nachhaltige Schritte überlegen. Die Verabschiedung von Zielen in der Stadtverordnetenversammlung können auch als Erinnerungsstütze und Motivation dienen. Nur wer ein Ziel formuliert kann es auch erreichen. Die wichtigste Erkenntnis des Workshops dürfte sein, dass man Marketing als Chance erkannt hat. Wenn man hier einmal einen Experten holt, kann dieser langfristig auch mit geringen Mitteln viel bewirken. Man muss permanent präsent sein und vor allem die Bedeutung der Onlinevermarktung erkennen und zu nutzen wissen. Die Stadt Wanfried hat dies mit ihren Fachwerkhäusern vorgemacht, wie clevere Vermarktung funktioniert, auch mit extrem wenig Geld. Denn es zeigt: Es funktioniert! Großalmerode hat den ersten Schritt getan, Stärken und Schwächen einmal auf Papier festgehalten, nun muss man die richtigen Schlüsse daraus ziehen."

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