Großalmerode möchte beim Haushalt agieren und nicht mehr reagieren

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Zwölf strategische Oberziele wurden formuliert, die bei der Erstellung des neuen Haushaltplanes künftig die Richtung vorgeben sollen.  Foto: Horn

In Großalmerode legen die Stadtverordneten zukünftig strategische Ziele für die Planung fest

Großalmerode.  Statt abzuwarten, was der Haushaltsplan so mit sich bringt, wollen die Stadtverordneten von Großalmerode die Strukturen der Vergangenheit durchbrechen und viel Stärker die Ziele vorgeben, als bisher. Einmal im Jahr trifft man sich mit Stadtverordneten, Verwaltungsmitarbeitern und dem Magistrat, um gemeinsam strategische Oberziele zu formulieren.

Es ist ein offener Prozess. Die durch das Treffen formulierten Ziele werden später durch die Stadtverordnetenversammlung verbindlich vorgegeben, nachdem diese die Prozesse wie alle anderen Beschlussvorlagen durchlaufen haben. Im alten System wird der Haushalt meist nur auf den Zahlen der vergangenen Jahre berechnet und Kosten abgeschätzt, die pro Bereich anfallen.

„Haushalt an Strategie anpassen“

Die neuen strategischen Oberziele soll der Haushaltsplan künftig aufgreifen. Früher passte man die Ziele eher dem Haushalt an, nun soll sich der Haushalt den Zielen anpassen. „Das wichtige im Haushalt soll auf die Strategischen Ziele abgestimmt werden“, erklärt Bürgermeister Andreas Nickel.

Und Nickel weiter: „Jedes Jahr soll künftig überprüft werden, ob wir unsere Ziele erreicht haben“, . Gerade die Überprüfung sei ein wesentlicher Bestandteil. Auch für die Bürger der Stadt kann damit die Politik wieder verständlicher werden und die Menschen könnten verstärkt den Kontakt zu den Amtsträgern suchen, wie es der Bürgermeister erklärt.

In dem jährlichen Treffen werden die Prioritäten bei den Zielen klar abgesteckt, alle Vorschläge werden berücksichtigt, die Ziele mit der meisten Zustimmung haben die höchste Priorität. „Die Beschreibung der Ziele kann zukünftig auch die Grundlage für Bürgerversammlungen werden“ so Nickel. Auf diese Art könne man auch für mehr Transparenz sorgen und die Entscheidung erklären oder auf Aspekte im Nachhinein noch einmal eingehen.

Noch stehe man am Anfang dieser Neuausrichtung, aber alle Akteure, auch die Fraktionen untereinander arbeiten dabei, laut Nickel, sehr gut zusammen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben der Steigerung der Bevölkerung habe nun die Erwirtschaftung von Überschüssen, etwa um die Schulden der Stadt abzubauen die höchste Priorität.

Dies seien für die Erstellung der zukünftigen Haushalte zwei von insgesamt zwölf strategischen Oberzielen. Ob man diese erreicht gilt es nach einem Jahr zu prüfen. Bürgermeister Nickel und der zukünftige Bürgermeister Finn Thomsen blicken dem ganzen jedoch erst einmal positiv entgegen.

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