Grüne organisieren Demonstration gegen Wildtierhaltung vor Zirkus in Eschwege

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Tierschützer demonstrieren gegen die Haltungsbedingungen von Wildtieren vor einem Zirkus in Eschwege.

Tierschützer haben am Samstag vor dem Zirkus, der in Eschwege gastiert, gegen die Haltung von Wildtieren dort protestiert.

Eschwege.  Am Samstag versammelten sich rund 40 Bürgerinnen und Bürger friedlich vor dem Eingang des Zirkus Manuel Weishaupt, der derzeit vor den Toren von Eschwege gastiert, um gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben zu demonstrieren. Eingeladen hatten die Grünen und die Grüne Jugend aus Eschwege. der Tierschutzverein Eschwege hatte sich der Demonstration angeschlossen.

Zeichen für den Tierschutz setzen

„Wir wollen ein Zeichen setzen für den Tierschutz, dabei wollen wir keine Besucher belästigen“, sagte der Veranstaltungsleiter Max Wurdinger (20). Aus diesem Grund trafen sich die Tierschützer deutlich vor Beginn einer Vorstellung. Lothar Dietrich (Grüne) machte in seiner Rede deutlich, dass er es für Tierquälerei hält, dass Tiere, wie sibirische Tiger, die in freier Wildbahn Streifgebiete von 1000 Quadratmetern haben in engen Käfigen gehalten werden, auch wenn dies nach dem Deutschen Tierschutzgesetz zulässig ist.

„Herabwürdigung der Tiere"

„Die Tiger müssen durch reifen springen, sich auf die Hinterbeine setzen, das ist kein arttypisches verhalten. Das ist eine Herabwürdigung der Tiere ohne Ende“ sagte er.

Die Grünen-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hat bereits 2016 einen Antrag an den Magistrat gestellt ein Auftrittsverbot für Zirkusbetriebe mit Haltung von Wildtieren zu verhängen. Nach Angaben von Dietrich wurde ein solches Verbot nicht verhängt, weil es rechtliche Bedenken im Magistrat gab. 2003 und 2011 hat der Bundesrat eine Forderung nach einem Auftrittsverbot formuliert. Im März 2016 beantragte das Land Hessen einem Auftrittsverbot für Wildtiere zuzustimmen. Ein Bundesgesetzt zu diesem Thema wurde bisher nicht verabschiedet.

Es gibt Städte, die die Regelung selber in die Hand genommen haben in denen Wildtiere nicht auf öffentlichen Flächen auftreten dürfen.

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