Haftbefehl gegen 17-Jährigen aus Eschwege wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat

Der 17-Jährige wurde im Februar in Eschwege festgenommen, nachdem in seiner Wohnung Hinweise zur Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat gefunden worden.

Eschwege - Die Bundesanwaltschaft hat gestern (7. März) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen einen 17-jährigen irakischen Staatsangehörigen aus Eschwege wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erwirkt. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich Sprengstoff beschafft zu haben, um einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland oder Großbritannien zu begehen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen plante der Beschuldigte einen Sprengstoffanschlag, wozu er eine große Menge an Chinaböllern in seiner Wohnung in Eschwege verwahrte, aus denen er Schwarzpulver zum Bauen eines Sprengsatzes gewinnen wollte.

Darüber hinaus steht der Beschuldigte im Verdacht, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ beteiligt zu haben.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen geführt. In diesem Verfahren war am 13. Februar ein Haftbefehl durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Eschwege erlassen und in Vollzug gesetzt worden. Er befand sich seit diesem Tag in Untersuchungshaft in einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Nach Übernahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft wurde nunmehr beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ein neuer Haftbefehl gegen den Beschuldigten erwirkt.

Er ist gestern dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt worden, der den Haftbefehl in Vollzug gesetzt hat.

Rubriklistenbild: © jinga80 - Fotolia

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