In Helsa kann man bald schneller im Internet surfen

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Ab 2016 sollen auch die Frankenauer Ortsteile an die schnelle Datenautobahn angeschlossen werden. Foto: Archiv

In Helsa könnte man bereits 2017 mit Gigabyte-Geschwindigkeit im Internet surfen

Helsa. In den vergangenen zehn Jahren wurde in Helsa einiges ausprobiert, um einen möglichst schnellen Internetzugang zu erhalten. Zu Beginn konnte man laut Bürgermeister Tilo Küthe froh sein, wenn man überhaupt online surfen konnte. Im Augenblick läuft alles über Richtfunk mit maximal 16 Megabyte pro Sekunde, doch das haben längst nicht alle.

Doch in Zukunft könnte man die derzeit schnellsten Internetleitungen haben. "Da sprechen wir dann von Gigabyte", so Küthe.Wenn alles glatt läuft, wird die Gemeinde nur einen Bruchteil der Kosten aufwenden müssen, um alle Haushalte mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Der Grund hierfür ist eine mögliche Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Die Kosten für eine Untersuchung zur Machbarkeit, die etwa zwei bis drei Monate dauern könnte, würde das BMVI tragen. Hierbei wird unter anderem untersucht, wo sich die Umsetzung wirtschaftlich lohnt und wo nicht. Im lohnenden Bereich – diesen schätzt Küthe auf etwa ein Drittel des Stadtgebietes – würde ein späterer Versorger 100 Prozent der Kosten übernehmen.

In den Bereichen, wo es theoretisch unwirtschaftlich ist – etwa zwei Drittel – müsste die Stadt die Kosten tragen, doch in diesem Fall könnten rund 90 Prozent der Kosten durch Fördermittel getragen werden. Um genaue Zahlen zu erhalten, benötigt man die Untersuchung, die nicht von einem späteren Versorger durchgeführt werden dürfe, wie es Küthe ausführte.

Er selbst gehe von 6 bis 7 Millionen Euro für das gesamte Projekt aus, wobei Küthe betonte, dass dies keine exakten Zahlen seien. Nach Küthes Einschätzungen würden die Kosten für die Stadt einige hunderttausend Euro betragen. Genaue Zahlen liegen aber erst nach der Untersuchung vor.Zudem müssen auch die Gemeindevertreter noch darüber abstimmen, da eine Umsetzung auch vollständig durch die Gemeinde stattfinden könnte. In diesem Falle würde die Förderung ebenfalls bis zu 90 Prozent durch das BMVI betragen. Hier wären die Kosten für die Stadt etwas höher.

Küthe hofft, dass man sich in der Gemeinde bis zum 28. Oktober geeinigt hat, da dann die ersten Marge für die Bezuschussung beschlossen werde.Sollte dies gelingen, könnte man bereits in einem Jahr in Helsa das Gigabyte-Zeitalter einläuten.

Die schnelle Umsetzung wäre laut Küthe möglich, da man bereits durch die A44 und die Windparks entsprechende Glasfaserleitungen vor Ort habe. Die letzten Meter zum Endverbraucher könne man mit relativ einfachen Methoden bewältigen, da die Kabel recht klein und leicht zu verlegen sind.

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