Helsas Lossespatzen sollen nachhaltig werden

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Der Tauschtisch soll jährlich zur Adventszeit wiederkehren. Die Resonanz war riesig bei Eltern und Kindern.

Helsas Kita Lossespatzen setzt auf mehr Fairness und Nachhaltigkeit

Helsa (Landkreis Kassel). Für Kinder kommen die Karotten und Bananen aus dem Supermarkt. Was nicht mehr passt, wird entsorgt und neu gekauft. Für das Team des Kindergartens Lossespatzen in Helsa sollen solche Aussagen nicht mehr so einfach hingenommen werden.

„Drei Mitglieder aus unserem Team haben an einer Fortbildung teilgenommen, da wir „Fairer Kindergarten“ werden möchten. Dabei steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund“, erklärt Leiterin Andrea Fricke. Fair und Nachhaltigkeit sollen aber keine leeren Worthülsen sein, sondern Tag für Tag Anwendung finden. So hat man sich etwa zur Aufgabe gemacht, den Kindern nicht einfach zu erklären, woher etwa Banane und Karotte kommen, sondern man hat es ihnen gezeigt.

„Wir haben etwa mit den Vierjährigen selbst Karotten angepflanzt und sind mit ihnen nach Witzenhausen ins Tropengewächshaus gefahren. Dort konnten sie sehen, woher Bananen nämlich wirklich kommen. Sie Wachsen an Bäumen. Und von den Karotten wissen sie inzwischen auch, dass die in der Erde wachsen“, so Fricke. Ein weiterer Ansatz zur Nachhaltigkeit ist die Aktion „Tausch dich glücklich“.

„Bei uns haben sich einige Kleidungsstücke angesammelt, die im Lauf der Zeit einfach vergessen wurden und die niemand mehr abgeholt hat. Wir haben diese dann auf einen Tisch im Eingangsbereich gelegt und zum Tausch angeboten. Jeder der etwas von den Sachen haben wollte musste selbst etwas mitbringen, etwa Bekleidung oder ein Buch. Von den Eltern und Kindern wurde das sehr gut angenommen. Zudem konnten diese Sachen alle weiter genutzt werden, statt sie zu entsorgen“, so Fricke.

Den Tauschtisch wird man im kommenden Jahr wieder in der Adventszeit anbieten. Doch auch die Kinder finden viel Spaß an der Nachhaltigkeit, vor allem weil sie selbst entdecken und ausprobieren können, wie einfach man Dinge selbst lokal herstellen kann. So hat man etwa selbst Lippenbalsam hergestellt, mit Naturprodukten.

„Wir möchten den jüngsten zeigen, wie viel man mit den Dingen herstellen kann, die es vor der eigenen Haustür gibt“, so die Leiterin der AWO-Kita. Derzeit setzt man alles daran, als Faire Kita zertifiziert zu werden. „Für uns ist es aber schon ein großer Erfolg, wenn wir ein paar Kinder und Eltern von der Nachhaltigkeit überzeugen können“, so Fricke.

In Helsa scheint man damit keine Probleme zu haben, da bisher Kinder , Eltern und Kita-Team mit dem neuen Angebot vollauf zufrieden sind. Derzeit ist es jedoch noch nicht möglich, dass alle Kinder den entsprechenden „Unterricht“ bekommen, sondern nur eine Gruppe, die sich mehrere Stunden damit in der Woche befasst.

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