Herwig dankte als Bürgermeister ab, Heußner übernimmt

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(V.li.) Jürgen Herwig (SPD) beendete nach 16 Jahren seine Amtszeit als Bürgermeister. Michael Heußner (CDU) tritt seine Nachfolge an. Foto: Horn

Am Donnerstag wurde in Hessisch Lichtenau Jürgen Herwig als Bürgermeister verabschiedet. Sein Nachfolger Michael Heußner wurde vereidigt

Hessisch Lichtenau. Eine Ära ging zu Ende, eine andere begann. Am vergangenen Donnerstag wurde Jürgen Herwig vom Bürgermeister zum Bürger und sein Nachfolger Michael Heußner schwor seinen Eid, den Bürgern der Stadt Hessisch Lichtenau zu dienen. Ein Abend der bewegend aber auch lustig war.Wer Jürgen Herwig in seiner 16-jährigen Amtszeit erleben konnte, der wusste, dass er nie seinen Humor verloren, hat, selbst nachdem zweimal bei ihm Krebs diagnostiziert wurde, wie Gastredner es erklärten. Doch als Herwig nach 16 Jahren seine letzte Rede als Bürgermeister hielt, konnte auch er sich die Tränen nicht ganz verkneifen. Verständlich. Wie schon so oft in seinem Leben beginnt nun ein vollkommend neuer Abschnitt. Der Ruhestand, auf den er sich freut, zwei Jahre früher als geplant, da die Gesundheit nicht mehr so ganz mitspielte, legte er sein Amt zwei Jahre früher nieder. Er wurde 2012 zum dritten Mal gewählt.Landrat Reuß hob hervor, dass nicht die großen Projekte wie der Hessentag oder die A44 die wichtigsten Aufgaben gewesen wären, sondern das alltägliche Geschäft. Ein Ohr für die Sorgen und den Unmut der Bürger seien sozusagen wichtiger. Sowie Mehrheiten für Entscheidungen zu finden, zu vermitteln.Sein Nachfolger Michael Heußner wurde nach dem Abschied Herwigs vereidigt. Er betonte, dass er die Interessen der Bürger der Stadt vertreten möchte, aber nicht jeden Wunsch erfüllen kann. In den vergangenen Wochen konnte sich Heußner bereits als erster Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister ein wenig im Rathaus einarbeiten, bevor er am Montag dann als Verwaltungschef Platz nimmt.Auch für ihn beginnt ein neuer Lebensabschnitt, nachdem er 35 Jahre Polizist war. Im öffentlichen Dienst bleibt er somit, doch statt hauptsächlich zu ermitteln wird er nun vor allem vermitteln, um in der Stadtverordnetenversammlung parteiübergreifende Mehrheiten zu finden.

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