SPD sieht gemeinsames Altstadt und Heimatfest kritisch

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Die SPD sieht die Zusammenlegung von Altstadt- und Heimatfest kritisch. Die Vereine könnten vor finanziellen Risiken stehen.

Die SPD in Hessisch Lichtenau sieht die Zusammenlegung von Altstadtfest und Heimatfest kritisch

Hessisch Lichtenau. Das Heimatfest in Hessisch Lichtenau wird 2020 zusammen mit dem Altstadtfest gefeiert. Dieser Grundsatzentscheidung stimmte jetzt die Mehrheit der Stadtverordneten zu, lediglich die SPD stimmte gegen den Entschluss. Wie genau das kombinierte Fest umgesetzt werden soll, steht noch nicht fest. Dies soll nun in aller Ruhe geklärt werden.

Seitens der SPD befürchtet man, dass der Charakter des Heimatfestes durch den Zusammenschluss verloren gehen könnte, denn das Fest diene dazu, dass sich auch gerade die Ortsteile präsentieren könnten, wie es mehrfach angesprochen worden sei.

Auch die anderen Fraktionen betonten immer wieder, dass dieser Aspekt nicht ausgeblendet werden dürfe, doch man wolle nun klären, ob man generell die beiden Feste zusammenlegen könne, um am Ende auch Kosten zu sparen. Das vergangene Heimatfest wurde bereits mit der 725-Jahrfeier von Hessisch Lichtenau zusammengelegt und bereits in 2014 statt 2015 gefeiert.

Zu diesem Zeitpunkt musste die Stadt erhebliche Einsparungen im Rahmen des Schutzschirmvertrages umsetzen. Heike Wilke vom Grün/Linkes Bündnis sprach sich ebenfalls für eine zusammenlegung der Feste aus, da der Organisator des Altstadtfestes auch entsprechende Erfahrungen bezüglich diverser Heimatfeste habe und sein Interesse signalisierte.

Wilke betonte aber, dass die Ortschaften ihr Einverständnis für die Zusammenlegung der Feste geben müssten. Seitens der SPD befürchtet man jedoch, dass durch die Zusammenlegung der beiden Feste, die Vereine für ihre Stände auf dem Fest erhebliche Summen aufbringen müssten.

SPD sieht finanzielle Risiken für Vereine

„Wie werden sich unsere Vereine, Verbände und Institutionen einbringen können, wenn ein Getränkestand für einen Lichtenauer Verein beim diesjährigen Altstadtfest bereits mit rund 2.600 Euro – zuzüglich Nebenkosten – zu Buche schlug!? Wie wird ein Festumzug unter diesen Umständen ablaufen? Zu welchen Konditionen wird sich ein Festwirt für den Festplatz finden, wenn Bratwurst- und Getränkestände, Buden und Bühnen die Gäste in die Altstadt ziehen?“, diese Fragen wollte die SPD-Fraktion geklärt wissen, bevor man über eine Zusammenlegung abstimmt.

Für das Heimatfest selbst sind bereits die Mittel im Haushalt mit rund 50.000 Euro berücksichtigt, also die Summe, die es kosten würde, wenn man das Fest nicht mit dem Altstadtfest zusammenlegen würde.

Die Entscheidung der Stadtverordneten besagt bisher nur, dass man die Feste zusammen legen kann, ob dies letztlich auch so kommt, muss sich nun zeigen. Die Meinungen dazu liegen bisher weit auseinander.

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