Hessische Justizministerin überzeugt sich von der Arbeit der Wanfrieder Bürgergruppe

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Die Justizministerien Eva Kühne-Hörmann (Mitte) informierte sich bei der Bürgergruppe in Wanfried über die Entwicklung ihrer Arbeit gegen Leerstand und Bevölkerungsrückgang.

Die Bürgergruppe für die Erhaltung historischer Bausubstanz in Wanfried hat seit 2006 insgesamt 65 Häuser vermittelt. Nun besuchte Eva Kühne-Hörmann, die hessische Justizministerin, die ehrenamtlich tätige Gruppe.

Wanfried - Die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besuchte nicht zum ersten Mal Wanfried und ließ sich bei ihrem Besuch über die Arbeit der Bürgergruppe für die Erhaltung historischer Bausubstanz berichten. Die Gruppe hat 2012 den dritten Platz beim Demografie-Preis des Landes Hessen belegt und Kühne-Hörmann ließ sich informieren, wie die Entwicklung in den letzen Jahren weiter gegangen ist. Dabei verfügt die Ministerin über „Insiderinformationen“, denn ihr ehemaliger Fahrer hat durch die Vermittlung der Bürgergruppe ein Haus in Wanfried gefunden, es mit der Unterstützung der ehrenamtlichen Fachleute renoviert und ist mit seiner Ehefrau Neu-Wanfrieder. Die Ministerin wurde so aus erster Hand über die Arbeit der Bürgergruppe und das Sanierungsprojekt informiert.

„Wanfried ist in Wiesbaden ein Begriff“, berichtete Kühne-Hörmann. Die Bemühungen der Bürgergruppe, leer stehende Fachwerkhäuser an neue Eigentümer zu vermitteln und so Leerstand und Wegzug zu bekämpfen, haben auch in Wiesbaden Interesse geweckt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 haben die ehrenamtlichen Gruppenmitglieder 65 Häuser vermittelt und es wurden rund vier Millionen Euro in Aufträge an das örtliche Bauhandwerk investiert. Kühne-Hörmann erkundigte sich, welche Unterstützung die Gruppe braucht und was sie für ihr Erfolgsrezept hält. Die Gruppenmitglieder sehen die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung, Bürgermeister Wilhelm Gebhard ist Gründungsmitglied der Gruppe, als einen Erfolgsfaktor an. Es sei aber außerdem sehr wichtig, dass die Initiative aus der Bevölkerung entstanden sei. Sich engagierte Freiwillige zusammen gefunden haben, die über Fachkenntnisse verfügen und zusammen an dem Projekt arbeiten wollen, erläuterte Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Sie hätten schon viele Besuchergruppen aus anderen Städten empfangen und auch bei vielen Gelegenheiten über ihre Arbeit berichtet. Steht die Verwaltung nicht dahinter, könne es nicht funktionieren, es sei aber auch zum Scheitern verurteilt, wenn die Initiative nur von der Verwaltung ausginge. „Der Bürgermeister muss genauso dafür brennen, wie die Ehrenamtlichen in der Gruppe“, und das Mitglied der Bürgergruppe, Diana Wetzestein ergänzt, „man muss mit Herzblut dabei sein“.

Bürgergruppe als Blaupause

„Sie sind mit ihrer Bürgergruppe erfolgreich, es gibt kaum Leerstand mehr in der Innenstadt und deshalb ist Wanfried über unser Bundesland hinaus ein Begriff. Das könnte eine Blaupause für Viele sein, denn Sie haben gezeigt, dass es funktioniert“, sagte Eva Kühne-Hörmann.

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