Islamischer Kulturverein eröffnet neue Räume 

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Islamischer Kulturverein eröffnet seine neuen Räume

Neues Hilfsangebot für Flüchtlinge; Islamischer Kulturverein eröffnet seine neuen Räume

Eschwege. Mit einem Empfang eröffnete am Samstag der Islamische Kulturverein Eschwege e. V. offiziell seine Räume in der Marktstraße 8-10 (ehemals Big Lebowski). Der Vorstandsvorsitzende Maher Abdelhady begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und stellte die ehrenamtliche Tätigkeit des Vereins vor. Von den sieben Gründungsmitgliedern sind fünf Ärzte, die im Eschweger Kreiskrankenhaus und in anderen Kliniken in der Umgebung arbeiten. Sie haben, als die Flüchtlingswelle im Werra-Meißner-Kreis ankam, im Erstaufnahmelager die ärztliche Betreuung ehrenamtlich, neben ihrer Arbeit in der Klinik, übernommen. Dabei haben sie gesehen, welche Schwierigkeiten bei den Geflüchteten auftreten.

Viele psychische Probleme bei Flüchtlingen

„Wir haben viele psychische Probleme gesehen, viel Angst vor der Zukunft in der neuen Gesellschaft,“ berichtete Maher Abdelhady. Er beschrieb auch die Angst der Geflüchteten die Kinder zu verlieren, wenn sie sich schnell in die deutsche Gesellschaft integrieren, dabei aber unter Umständen ihre eigenen Wurzeln verlieren. Der Verein möchte den Geflüchteten Hilfen geben.

„Es ist für uns als Akademiker leichter, denn wir hatten Zeit die Sprache zu lernen. Dann kam das Studium und das Berufsleben – wir konnten die Gesellschaft langsam kennen lernen und in sie hineinwachsen. Dieses Wissen möchten wir weitergeben. Wir wollen den interreligiösen und den interkulturellen Dialog fördern und Missverständnisse und Spannungen ausräumen“, so der Vereinsvorstand, der ein weitreichendes Angebot für die Besucher bereithält.

Interreligiösen und interkulturellen Dialog fördern

Von Deutsch- über Arabischunterricht – viele Kinder beherrschen nicht mal ihre Muttersprache – Übersetzungen, auch Sonntagsfußball wird es hier zukünftig geben. „Wir freuen uns auf die Kommunikation und die Kooperation mit den anderen Institutionen“, so Maher Abdelhady. Bürgermeister Alexander Heppe drückte in seiner Eröffnungsrede die Hoffnung aus, dass durch die Arbeit des Vereins aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird. Scherzhaft sagte er, „wenn Menschen zusammen finden und einen Verein gründen, dann ist das typisch deutsch und damit auch ein Zeichen von Integration.“

 Dekan Dr. Martin Arnold brachte Brot und Salz mit „zum Zeichen dafür, dass sie das finden, was sie zum Leben und Zusammenleben brauchen.“ Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass man in einem Land lebe, das die Religionsfreiheit garantiere. „Wir wollen uns kennen lernen und heute ist ein guter Anfang. Ich hoffe, dass ich sie auch einmal bei uns in der Kirche begrüßen kann“, lud er die Mitglieder des Islamischen Kulturvereins ein.

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