„hörmal im Denkmal" in Witzenhausen: Im Interview mit der Mit-Organisatorin

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Gardis von Gesdorff, 2. Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Witzenhausen, verriet, was die Besucher zum Tag des offenen Denkmals im Klosterinnenhof erwartet. Foto: Privat

Mit-Organisatorin von „hörmal im Denkmal" Gardis von Gersdorff erklärt, wie es zur Veranstaltung kam und auf welche Musik sich die Gäste im Klosterinnenhof freuen können.

Witzenhausen - Alle zwei Jahre sorgt das „Treppen- Keller-Hinterhöfe“-Festival (TKH) in der Kirschenstadt für ein buntes Kulturprogramm am Tag des offenen Denkmals. Neben Konzerten warten auf die Besucher Ausstellungen und Lesungen. Nachdem im vergangenen Jahr die sechste Auflage des Kulturfestivals unzählige Besucher an die nicht alltäglichen Veranstaltungsorte lockte, heißt es in diesem Jahr: Warten auf TKH 2020. Um den Freunden des TKH-Festivals die Wartezeit zu verkürzen, hat die Kulturgemeinschaft Witzenhausen in diesem Jahr für den Tag des offenen Denkmals am 8. September ein besonderes Event geplant. Gardis von Gersdorff, 2. Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Witzenhausen, verriet im Gespräch mit dem MARKTSPIEGEL, was die Besucher bei „hörmal im Denkmal“ im Klosterinnenhof erwartet.

MARKTSPIEGEL (MS): Frau von Gersdorff, „Treppen-Keller-Hinterhöfe” steht turnusmäßig erst im kommenden Jahr wieder auf dem Programm. Im Klosterinnenhof wird am 8. September dennoch gefeiert. Was hat sich die Kulturgemeinschaft denn einfallen lassen, um die Wartezeit bis zum nächsten „Treppen-Keller-Hinterhöfe”-Festival zu überbrücken?

Gardis von Gersdorff: Treppen-Keller-Hinterhöfe hat 2018 bereits zum sechsten Mal stattgefunden und war seit Beginn am Tag des offenen Denkmals angesiedelt. Wir als Kulturgemeinschaft legen ganz klar den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Ausrichtung diese sich immer weiter entwickelnden Festivals. In den „festivalfreien“ Jahren wollen wir natürlich auch präsent sein, so haben wir am Pfingstwochenende erstmalig das Picknick im Park mit einem bunten Programm für die Witzenhäuser ausgerichtet und wollen mit der Veranstaltung am 8. September natürlich auch schon den Weg Richtung TKH 2020 bereiten.

MS: Wie ist denn die Idee entstanden, sich in diesem Jahr an „hör-mal im Denkmal“ zu beteiligen?

Gardis von Gersdorff: Es geht uns wie gesagt darum, auch zwischen den TKH-Jahren präsent zu sein. Außerdem haben wir mit der Sparkassenkulturstiftung einen konstanten Sponsor, der bundesweit Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals unterstützt, sodass wir den Besuchern für kleines Geld ein tolles Event bieten können.

MS: Mit „2Injoy” und „Dead Lovers” werden zwei national und international nicht unbekannten Bands in der Kirschenstadt zu Gast sein. Für alle, die die beiden Music Acts nicht kennen: Was erwartet die Besucher genau?

Gardis von Gersdorff: 2injoy bringen ab 18.30 Uhr Jazz und Soul zwischen die alten Mauern, das Duo Florezelle Amend & Michael Diehl ist bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihre Interpretationen von Popsongs im jazz-souligem Gewand, weiß aber ebenso mit eigenen Kompositionen zu begeistern. Die Dead Lovers vereinen ab 20.30 Uhr Blues, Folk, Sixties Beat und Desert Rock. Das deutsch/britische Duo bestehend aus Lula und Wayne Jackson tourt europaweit und beschreibt sich und seine Musik als „retro, sexy und provokativ“, eine Aussage, von der sich die Besucher des Treppen-Keller-Hinterhöfe-Festivals 2018 bereits überzeugen konnten.

MS: Wie ist die Entscheidung auf diese beiden Bands gefallen?

Gardis von Gersdorff: 2injoy hatten letzten Winter einen Auftritt in Witzenhausen. Wir waren begeistert und waren noch auf der Suche für den 8. September. Und Soul/Jazz unter freiem Himmel hat natürlich immer einen besonderen Charme. Die Dead Lovers waren eines der Highlights bei TKH 2018, die Besucher haben getanzt und gefeiert, es sind regelrecht die Funken geflogen. Das haben natürlich auch Lula und Wayne gespürt und wir mussten nicht lange bitten, für einen erneuten Auftritt zur Verfügung zu stehen.

MS: Musikalisch haben Sie einiges auf die Beine gestellt. „Treppen-Keller-Hinterhöfe” ist aber dafür bekannt, nicht nur alte Mauern mit Musik und Klang zu füllen, sondern auch abwechslungsreiches Programm zu bieten, das neben Konzerten auch Ausstellungen und Lesungen sowie Veranstaltungen für die ganze Familie bereit hält. Worauf können sich die Besucher dieses Jahr bei Ihrem neuen Event freuen?

Gardis von Gersdorff: Natürlich ist die Veranstaltung nicht mit einem TKH-Festival zu vergleichen, und soll dies ja auch nicht sein. Und doch haben wir natürlich bewusst dieses Datum ausgewählt. Auch der Ort, an dem viele Festivalhighlights stattfanden und sicher auch zukünftig stattfinden, ist natürlich kein Zufall und wir danken dem DITSL, uns diese Veranstaltung zu ermöglichen. Es soll einfach eine stimmungsvolle Abendveranstaltung werden, tolle Musik zu einem kühlen Getränk, in alten Gemäuern - und dem Gedanke an TKH 2020.

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