Modellvorhaben "Holzige Biomasse" wird vom Land Hessen mit 365.000 Euro gefördert

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Unter der sogenannten „holzigen Biomasse“ versteht man insbesondere die oben aufgeführten Holzsortimente.

Das Pilotprojekt kann fortgesetzt werden: Wärmewende des Werra-Meißner-Kreises wird bezuschusst

Werra-Meißner. Das in 2014 gestartete Pilotprojekt „Holzige Biomasse“ kann fortgesetzt werden. Das teilte Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann nun mit. „Der Werra-Meißner-Kreis erhält aus Fördermitteln des hessischen Umweltministeriums insgesamt 365.000 Euro für die Weiterentwicklung des Modellvorhabens“, freut sich Wallmann über die Zusage von Ministerin Priska Hinz. Ziel des Modellvorhabens „Holzige Biomasse“ ist es, einen Beitrag zur Wärmewende im Werra-Meißner-Kreis zu leisten und die regionale Wertschöpfung zu fördern. Außerdem soll hierdurch für einen adäquaten Ersatz fossiler Brennstoffe gesorgt werden. „Das ist ein großer Beitrag zum Klimaschutz, der hier geleistet wird“, merkt Wallmann an. Durch das Projekt soll zudem die Landschaftspflege durch naturschutzfachlich abgestimmte Maßnahmen unterstützt sowie das Landschaftsbild gesichert werden.

Projekt mit Modellcharakter

Den Modellcharakter erhält das Vorhaben durch die Interkommunale Zusammenarbeit sowie die ganzheitliche Sammlung, Aufbereitung und Verwertung von Grünabfällen, Landschaftspflegeholz und Straßenbegleitgrün, die alle für sich allein nicht wirtschaftlich nutzbar sind. Diese Sammlung soll zukünftig an rund 20 ortsnahen Plätzen stattfinden. „Dort kommt Grüngut aus Privathaushalten zusammen“, erklärt der Umweltdezernent des Kreises. Zudem wird es zwei zentrale Aufbereitungsplätze geben, wo das holzige Grüngut von den Sammelplätzen aufbereitet und kommunales sowie gewerbliches Grüngut gesammelt wird. Für die Konzeptentwicklung sieht der Abfallzweckverband (ZVA), der in enger Zusammenarbeit mit dem Werra-Meißner-Kreis steht, zirka acht Euro pro Haushalt im Jahr vor.

Startschuss fällt im ersten Quartal 2018

Nach jetzigem Stand soll die Umsetzungsphase im ersten Quartal 2018 starten. Zunächst soll das Grüngutkonzept umgesetzt werden, das es vorsieht, Kooperationsvereinbarungen mit drei Kommunen einzugehen, die nicht dem Zweckverband Abfallwirtschaft (ZVA) angehören. Auch Standorte für Sammel- und Aufbereitungsplätze müssen gefunden werden, die dann entsprechend gestaltet werden.

Neben der Umsetzung des Grüngutkonzepts, soll zudem ein Landschaftsholz-Kataster aufgebaut werden. Dazu gehört neben der sukzessiven Erfassung zu pflegender Landschaftselemente auch die Integration aller Daten in eine geeignete Software. Als weitere Säule steht die Umsetzung des Landschaftsholz-Managements an. Hier muss ein entsprechender Manager eingestellt und beauftragt sowie eine Kooperation mit dem ZVA zur Nutzung von Sammel- und Aufbereitungsplätzen getroffen werden. Zur holzigen Biomasse gehören Holzsortimente , die nicht aus dem Wald stammen und bisher aus technischen, logistischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht oder nur teilweise erfasst bzw. nicht oder nur teilweise in energetische Nutzungskonzepte einbezogen wurden. (sli)

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