Husky-Ranch: Isabel Maletzke nimmt an Schlittenrennen teil

Trainieren im frostigen Schnee: Isabel Maletzke und ihre Huskies lieben die kalten Temperaturen besonders. Foto: Privat

Isabel Maletzke aus Oberdünzebach geht mit ihrem Husky-Rudel bei offiziellen Schlittenrennen an den Start.

Von FRANZISKA FÜLLGRAF und TATJANA REICHL

Eschwege/Oberdünzebach. Leuchtende Augen, blau, braun oder auch beide Farben, die einen sofort in den Bann ziehen. Das sind die Augen der Huskies, die mit ihrer Intensität eine Geschichte erzählen und zwar die von Isabel Maletzke. Die 39-Jährige aus Oberdünzebach suchte vor 14 Jahren eigentlich nur einen Laufpartner – nun hat sie ein ganzes Husky-Rudel mit 13 Hunden und nimmt erfolgreich an Schlittenrennen in ganz Europa teil.Bereits im Haus lernt man die beiden Ältesten, Nana und Luna, kennen. Sie leben bei der Familie im Haus und sind keiner Streicheleinheit abgeneigt. "Siberian Huskies sind einfach sehr menschenfreundlich und sanft", erklärt Isabel Maletzke. "Bei meinem ersten Husky, Laika, wurde mir bewusst, dass diese Hunde keine Einzelgänger sind und ein Rudel zum Leben brauchen. Ein zweiter Husky musste also her."

Erfolgreiche Musherausbildung

In einem Winter vor einigen Jahren dann entdeckte sie beim Schlittenfahren mit ihren beiden Kindern, die Kraft und Leidenschaft dieser Hunderasse für Schlittenrennen. Isabel Maletzke liest sich in das Thema ein und lässt sich 2006 im Bayerischen Wald in der damals ersten deutschen Schlittenschule zum Musher (Schlittenhundeführer) ausbilden. Es folgt ein "Better-Mushing-Seminar" sowie eine Ausbildung für Hundeerzieher und Verhaltensberater. Damit ist sie qualifiziert, an offiziellen Schlittenhunderennen teilzunehmen. "Das mache ich vorrangig zum Spaß und nicht, um zu gewinnen. Es geht mir darum, den Moment zu genießen und die Hunde ihr Rennen machen zu lassen. "

"Einmal liefen die Hunde davon"

Die anderen Hunde des Rudels leben auf einem Grundstück außerhalb von Eschwege. "Morgens teile ich mir meist die Arbeit mit meinem Mann,  dem ich für die Unterstützung sehr dankbar bin", so die Musherin. "Allein und von null auf hundert kann man das nicht schaffen. Für die Erziehung und das Anlernen der Hunde braucht man viel Zeit."Denn das Musher-Dasein erfordert hohe Konzentration, Geduld und Erfahrung. Isabel Maletzke erzählt, wie sie als Anfängerin mit zehn vorgespannten Hunden bei einem Rennen am Start war und die Karabiner auf Grund der Kälte geborsten sind. "Das war ein großer Schreck. Die Hunde liefen davon und ich fuhr mit meinem Auto hinterher. Letztendlich war ich froh, sie nur mit Schürfwunden und nichts Schlimmeren wiedergefunden zu haben."Wird Isabel Maletzke aber auf die schönsten Erinnerungen angesprochen, kann sie sich nur schwer entscheiden. Eigene Welpen ihrer Huskies sind da ganz weit vorn. Auch das Rennen vor zwei Jahren in Inzell/Bayern, das erste gewonnene Rennen, behält sie in besonderer Erinnerung. Das Schönste für sie aber ist, dass sie das gefunden hat, "wonach die meisten Menschen in ihrem Leben suchen."Isabel Maletzke hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Bereits im Januar steht das nächste Rennen an – im Adlergebirge in Tschechien.

EXTRA INFO: Schlittenrennen

Es gibt vier unterschiedliche Schlittenhunderassen: der Siberian Husky, der Alaskan Malamut, der Samojede und der Grönlandhund. Vereinzelt gehen aber auch andere Rassen wie Australien Shepherds und Königspudel an den Start. Die Rennen sind nach Rasse und Anzahl der Hunde aufgeteilt. Während Isabel Maletzke mit ihren Hunden in der Mitteldistanz (35-65 Kilometer) startet, gibt es auch noch die Disziplinen Sprint und Langdistanz. Nähere Informationen zu den Hunden, den Rennen und allen Begriffen rund um den Schlittensport finden Sie auf der Homepage von Isabel Maletzke www.huskies-isabelmaletzke.de.

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