175 Jahre Friedrich-Wilhelm-Schule: Mit Tradition in die Zukunft

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Mit einer Festveranstaltung zur "Zukunft der gymnasialen Bildung" klangen die Feiern zum 175. Geburtstag der Eschweger Friedrich-Wilhelm-Schule aus.

Eschwege. "So ein Jubiläum reizt zum Rückblick", bekannte Dr. Hans-Joachim Vock am Freitag beim Festakt zum 175-jährigen Bestehen der Friedrich-Wilhelm-Schule (FWS). Entsprechend breiten Raum nehme die Geschichte der Schule in Festprogramm und Festschriftein – "aber wir richten den Blick auch stets in die Zukunft", betonte der Schulleiter. Denn Rückschau allein birge die Gefahr, in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben.

So widmete sich auch der Festvortrag einem Zukunftsthema – der Zukunft der gymnasialen Bildung. Und die findet an der FWS bereits statt – so lautete zumindest das Fazit von Prof. Dr. Dorit Bosse. Die Erziehungswissenschaftlerin der Universität Kassel lobte vor allem den "mutigen und zukunftsweisenden" Schritt, die FWS als eine von 21 Kulturschulen in Hessen zu etablieren. Denn kulturelle Betätigung, gesellschaftliches Engagement und die Ausbildung der Persönlichkeit seien ebenso wichtig wie die Vermittlung von Allgemein- und fachspezifischer Bildung. "Mit diesem Schritt setzt  die FWS ein Zeichen gegen den Trend, den Schülern nur das zu vermitteln, was hinterher auch abgefragt wird", sagte Bosse.

Dass dies bereits vor der Zertifizierung als Kulturschule der Fall war, betonte Bürgermeister Alexander Heppe in seinem Grußwort: "Dass sich so viele aktuelle und ehemalige Schüler ehrenamtlich engagieren, ist auch ein Verdienst der Lehrer und des Geistes, der an dieser Schule herrscht." Er zeigte sich überzeugt, dass seine alte Schule auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Stadt spielen werde.

Ihren sichtbaren Abschluss fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten dann auf dem Schulhof. Dort ließen Schüler zu den Klängen des schuleigenen Spielmannszuges 175 blaue und weiße Luftballons in den Himmel steigen, bevor ab 18 Uhr nocheinmal verschiedene Bands bei "Schule rockt" aufspielten.

Hinter Schülern und Lehrern lagen zu diesem Zeitpunkt bereits eine Projektwoche und eine Festwoche mit Kabarett, Lesungen, Musik und politischen Diskussionen sowie zahlreichen Projekt-Aufführungen und -Präsentationen. Oder wie Schülersprecher Adrian Beck zusammenfasste: "Zwei Wochen voller Kultur, Spaß und Kreativität" – also: die Zukunft der gymnasialen Bildung.

Musikalisch begleitet wurde die Festveranstaltung von Hanna Sachs, Maike Albus, Johanna Beck und Angelika Korb sowie Helene Salzburger und Tobias Alsleben. Weitere Grußworte sprachen der Vorsitzende der Ehemaligenvereinigung, Erik Späth, und der Leitende Schulamtsdirektor Jürgen Krompholz. Unter den Gästen waren zudem zahlreiche Vertreter aus Schulen, Vereinen, Institutionen und Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung.

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