30 Jahre grenzenlos: Große Feierlichkeiten zum Mauerfall-Jubiläum

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(V.li.) Martin Kozber (Geismar), Michael Reinz (Treffurt), Stephan Oberthür (als Vertreter des erkrankten Bürgermeisters der Landgemeinde Südeichsfeld, Andreas Henning), Wilhelm Gebhard (Wanfried), Thomas Mäurer (Weißenborn) organisieren die Veranstaltung zu 30 Jahren Mauerfall gemeinsam.

Vom 8. bis zum 10. November dauern die Feierlichkeiten zu 30 Jahre Mauerfall, die die fünf Gemeinden Wanfried, Weißenborn, Treffurt, Geismar und die Landgemeinde Südeichsfeld gemeinsam mit der hessischen und der thüringischen Staatskanzlei organisieren.

Großburschla. Auftakt der Feierlichkeiten ist das Friedenskonzert in der Normannsteinhalle in Treffurt. Das Musikkorps der Bundeswehr, der Rundfunkjugendchor Wernigerode und der Landesjugendchor Thüringen gestalten das Programm. Einlass ist um 18.30 Uhr, das Konzert beginnt um 19 Uhr, es besteht freie Platzwahl. Karten kann man bei der Stadtverwaltung von Wanfried und im Handarbeitsgeschäft von Susanne Dahmer in Wanfried erhalten. Sie kosten im Vorverkauf 17 Euro und an der Abendkasse 20 Euro. Die Versorgung mit Getränken und einem kleinen Imbiss übernimmt der Treffurter Karnevalsverein.

Feierlichkeiten der Bundesländer

Am 9. November beginnen die Feierlichkeiten der Bundesländer um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche in Großburschla in Anwesenheit von Hessens Ministerpräsidenten, Volker Bouffier und seines thüringischen Amtskollegen Bodo Ramelow. Vier Bischöfe und die Ortspfarrerin von Großburschla gestalten den Gottesdienst. Als Ehrengäste sind Minister, Landräte und kommunale Vertreter eingeladen. Da es in dem Gotteshaus nur 300 Plätze gibt, wird der gesamte Gottesdienst auf einer LED-Wand vor der Kirche übertragen.

Nach dem Gottesdienst, gegen 11 Uhr, führen die Ministerpräsidenten einen Zug zur Werrabrücke in Richtung Großburschla-Bahnhof an. Alle Beteiligten werden eine weiße Blume bekommen. Die Heldrasteiner Musikanten begleiten den Zug. Auf der Brücke erwarten in Trachten gekleideten Paare den Zug. Die beiden Ministerpräsidenten legen auf der Brückenmitte zwei Kränze ab. Damit soll zum einen den Opfern an der Brücke der Einheit gedacht werden, die Kränze sollen aber auch an alle anderen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnern. Es folgt eine Schweigeminute. Danach bewegt sich der Zug in Richtung des großen Festzeltes in Großburschla. Nach der Begrüßung durch die fünf Bürgermeister sprechen die beiden Ministerpräsidenten. Zum Abschluss spielt das Musikkorps der Bundeswehr die Nationalhymne, damit endet der offizielle Teil. In der Mittagspause ist Zeit für Smalltalk und die Gäste können sich an den Verpflegungsständen stärken. Im Zelt sorgt der Kinderzirkus für beste Unterhaltung nicht nur für Kinder.

Um 13.30 Uhr beginnt die Mitmachaktion, die von der Hessischen Staatskanzlei organisiert wird. Das Motto lautet: „Wenn dir Freiheit etwas bedeutet, dann mach mit.“ Danach verabschieden sich die Vertreter der Länder und der offizielle Teil ist beendet. Ab 20 Uhr steigt die Party mit der Jump MDR Disco und die geht mindestens bis 2 Uhr. Eintritt für die Disco beträgt 10 Euro.

Tag der Begegnung

Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt, der von den Pfarrerinnen und Pfarrern der fünf Gemeinden gestaltet wird. Es wird einen Sternmarsch zum Gottesdienst aus allen vier Himmelsrichtungen geben. Die Treffpunkte und Zeiten werden noch bekannt gegeben. „Der Sonntag soll ein Tag der Begegnung werden, wir hoffen darauf, dass viele Menschen kommen“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Im Festzelt spielen regionale Kapellen und die vier Chöre aus Großburschla gestalten das Programm. „Großburschla ist bewusst das Herzstück unserer Feierlichkeiten, weil die Gemeinde auch am meisten unter der Grenzziehung gelitten hat“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Nach seiner Einschätzung ist es einmalig, dass fünf Kommunen über eine Landesgrenze hinweg eine solche Veranstaltung organisieren. Das sei auch von beiden Bundesländern honoriert worden.

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