Vor 25 Jahren wurde "112" als europaweiter Notruf etabliert

Die Notrufnummer „112” gilt in allen EU-Staaten - kostenfrei. Damit ist es ein europaweites Symbol  für Hilfe. Foto: Archiv
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Die Notrufnummer „112” gilt in allen EU-Staaten - kostenfrei. Damit ist es ein europaweites Symbol für Hilfe. Foto: Archiv

Der Notruf 112 rettet seit 1991 europaweit Leben. Im Werra-Meißner-Kreis gehen täglich etwa 60 Notrufe im Gefahrenabwehrzentrum ein.

Region. Ende Juli feierte der Lebensretter "112" seinen 25. Geburtstag: Am 29. Juli 1991 haben die EU-Staaten entschieden, die gemeinsame europäische Notrufnummer einzuführen. Die Wahl der "112" geht auf eine Empfehlung der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post- und Fernmeldewesen von 1976 zurück. In Deutschland wurde die "112" bereits 1954 als Feuerwehrnotruf in den ersten Großstädten eingeführt.

Der Notruf 112 kann vorwahlfrei gewählt werden und ist in allen Staaten der EU kostenlos. Er verbindet Hilfesuchende automatisch mit der örtlichen Notrufzentrale, über die sie die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder medizinische Hilfe erreichen.

"112" ist ein europaweites Symbol für Hilfe

"Wichtig ist", so Kreisbrandinspektor Christian Sasse, "dass die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 bekannter wird." Nach einer Studie der EU weiß nur jeder Fünfte in Deutschland, dass die "112" auch in zahlreichen anderen Ländern funktioniert (siehe EXTRA-INFO). Die "112" ist damit europaweit ein Symbol für Hilfe und ein lebensrettendes EU-Produkt. Denn: Wenn es den Euronotruf nicht gäbe, müssten die Bürger bei einer Reise durch alle EU-Staaten mehr als 40 Notrufnummern  kennen.

Aber auch innerhalb Deutschlands verbindet er die Kompetenzen des Brandschutzes,  der  Technischen  Hilfeleistung  und  der  medizinischen  Notfallhilfe  unter  einem  Dach  und  sorgt somit für bestmögliche Hilfe innerhalb kürzester Zeit.

Täglich etwa 60 Notrufe im Werra-Meißner-Kreis

Die 112-Notrufe des Werra-Meißner-Kreises gehen in der Leitstelle des Gefahrenabwehrzentrums in Eschwege ein, die rund um die Uhr von Mitarbeitern des Landkreises besetzt ist. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet und der Einsatzbearbeiter alarmiert die nach seiner Einschätzung erforderlichen Hilfskräfte. Während die Einsatzkräfte anfahren, kann der Mitarbeiter dem Anrufer bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise geben.

Täglich erreichen etwa 60 Notrufe aus dem Landkreis die gemeinsame Leitstelle.

Weitere Informationen gibt es online unter www.notruf-112-europaweit.de.

EXTRA-INFO: Hier ist die 112 gültig

Der Notruf gilt in allen EU-Staaten, der Schweiz, Island und Norwegen sowie in Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Moldau, Russland, Serbien, Türkei und der Ukraine.

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