Jan-Philipp Gertz holt sich mit seinen Apfelwindbeuteln den Frau-Holle-Pokal

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Die Nachwuchsköche Yannik Lumpe, Jan Philipp Gertz, Jeremia Kuntze und Saskia Schimpf servierten den Gäste ein Vier-Gänge-Menü.
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Das Dessert überzeugte die Jury.
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Mit gefüllten Apfelwindbeuteln an Brombeersauce und Zitroneneis setzte Jan-Philipp Gertz seinem Vier-Gänge-Menü die Krone auf. Sein raffiniertes Dessert begeisterte nicht nur die geladenen Gäste sondern bescherte dem 21-Jährigen den Sieg beim diesjährigen Frau-Holle-Pokal in den Beruflichen Schulen.

Witzenhausen. Das Gesamtpaket hatte einfach gestimmt“, lobte Wettbewerbskoordinator Harald Heinzl nach der Siegerehrung die Leistung des Kochazubis aus dem Schlosshotel Wolfsbrunnen in Schwebda. Gertz hatte den Gästen und Juroren bei dem Kochwettbewerb am vergangenen Freitag ein Menü geboten, dass etwas für Auge und Gaumen bot: Als Vorspeise Grünkernsuppe mit Selleriechips und frischen Gartenkräutern, danach ein Birnensorbet und als Hauptgericht Geschmorte Lammkeule mit Thymiansauce auf Pastinaken-Erbsenragout und Süßkartoffeltörtchen. Und zum Abschluss Apfelwindbeuteln an Brombeersauce und Zitroneneis. Aber nicht nur das Ergebnis überzeugt sondern auch die Arbeitsweise des angehenden Kochs. „Er hat ruhiger als die anderen gearbeitet“, so Heinzl.

Zum 23. Mal veranstaltete der Köcheverein Werratal diesen kulinarischen Wettbewerb in den Beruflichen Schulen in Witzenhausen. Vier Nachwuchs-Köche waren wieder angetreten, um ihre Künste am Herd zu demonstrieren, bevor in Kürze mit dem Ende des dritten Lehrjahres die Abschlussprüfung auf sie wartet. Den Sprung auf Platz zwei schaffte Gertzs Kollege Yannik Lumpe (Schloss Wolfbrunnen, Schwebda) vor Saskia Schimpf (Klinik Werra, Bad Sooden-Allendorf). Auch sie durften sich über einen Frau-Holle-Pokal in kleinerer Ausführung freuen.

Das Dessert überzeugte die Jury.

Unter der Regie von Harald Heinzl und Beate Rheinländer – er ist Fachlehrer und Küchenmeister, sie hauswirtschaftliche Betriebsleiterin an den Beruflichen Schulen – begann der Wettbewerb am frühen Vormittag. Fünf Stunden hatten die Nachwuchsköche Zeit, um vor den Augen der Juroren ein Vier-Gänge-Menü zu zaubern. Beurteilt wurde dabei von der Jury – bestehend aus Küchenchefs der regionalen Gastronomie und Fachlehrern – nach drei Kriterien: Die Menü-Zusammenstellung, Hygiene sowie die Arbeitstechnik und Materialverwendung. Die restlichen Punkte wurden auf das Vier-Gänge-Menü verteilt.

Gute Vorbereitung auf Abschlussprüfung

Den Teilnehmern wurden die gleichen Pflichtzutaten für die Zubereitung ihrer Speisen zur Verfügung gestellt. Für die Vorspeise waren Hirse und/oder Grünkern, für den Hauptgang Lammkeule, Hülsenfrüchte sowie ein Kartoffelprodukt und für das Dessert Zutaten für den Windbeutel-Teig. Beim Sorbet konnten die Teilnehmer ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Damit sollen unsere Auszubildenden in ihrer Kreativität gefördert werden. Wir wollen alles aus ihnen rausholen. Außerdem ist der Wettbewerb eine hervorragende Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Sie findet unter ähnlichen Bedingungen statt“, sagt Jury-Mitglied Rüdiger Klein. Er achtete bei der Ausführung nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Optik der Speisen. „Das Auge isst schließlich immer mit.“

Das Auge isst bekanntlich mit.

Um an dem Wettbewerb teilnehmen zu können, mussten die Schüler des dritten Ausbildungsjahres an einer Prüfung teilnehmen. Von den 16 Nachwuchsköchen schafften es sechs sich für die Endrunde zu qualifizieren. Dass am Freitag nur vier von ihnen am Herd standen, habe daran gelegen, dass zwei Teilnehmer aus persönlichen Gründen verhindert gewesen sein, berichtete Koordinator Heinzl.

Zwei Wochen intensive Vorbereitung

Für den Sieger des Wettbewerbs Jan-Philipp Gertz kam sein Erfolg völlig überraschend. „Ich habe nicht gerechnet auf Platz eins zu kommen“, so der 21-Jährige nach dem fünfstündigen Kochmarathon. Die Mühe der vergangenen Woche hatte sich gelohnt. Seitdem er sich vor zwei Wochen für die Finalrunde qualifiziert hatte, hatte er jede frei Minute dazu genutzt sich auf den Wettbewerbstag vorzubereiten, erzählt der Nachwuchskoch. Mehrmals hatte er die einzelnen Komponenten zuhause und im Betrieb gekocht. Die Rezept, die er genommen hatte stammen aus eigener Sammlung sowie einem Lehrbuch, verrät Gertz nach dem Wettbewerb. Mit Tipps von seinen aktuellen und ehemaligen Küchenchefs im Betrieb habe er sie optimiert. „Zwei mal habe ich dann das Menü komplett zubereitet.“ Die größte Herausforderung bei Wettbewerb sei für ihn gewesen „alles gleichzeitig heiß auf den Teller zu bringen“.

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