Jetzt den See retten!

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Werratalsee: SPD-Fraktionen fordern öffentliche Einsicht in Gutachten, um das Gewässer zu heilen.

Eschwege/Meinhard. Die Eschweger und die Meinharder SPD rücken jetzt noch enger zusammen. Der Grund: der erschreckende Sachstand in Bezug auf den Werratalsee. Laut neustem Gutachten des Planungsbüros Clearwaters, das am 2. Februar in den Gremien öffentlich gemacht werden soll, ist es, wie Eschweges Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag betont, fünf vor zwölf. "Wieder wurde ein Jahr verpennt. Was wir jetzt brauchen, ist kein neues Gutachten, sondern  wir müssen auf der Basis der vorhandenen Maßnahmen eine Lösung suchen", sagt Feiertag.Jetzt wollen die Genossen gemeinsam den Druck erhöhen. Sie fordern, dass die den See betreffenden Daten nicht nur in den Gremien veröffentlicht werden, sondern für Jedermann zugänglich sind. Hierbei beruft sich Feiertag auf das Umweltinformationsgesetz.

Denn nicht nur der Vorsitzende der Eschweger SPD, sondern auch Meinhards SPD-Chef Matthias Mengel ist der Meinung, dass es mit der Dammabdichtung nicht getan ist. "Unsere Intention ist es, den See zu erhalten. Wir müssen abtasten, welche Möglichkeiten es gibt. Ich sehe da ein ganzes Maßnahmenbündel", so Mengel.

Viele Maßnahmen führen zur Gesundung des Sees

So ist für die SPD-Fraktionen auch die mittlerweile abgeschriebene Wasserstandsanhebung ebenso wenig vom Tisch wie das abgewählte Olszewski-Rohr, das zur Tiefenwasserableitung dienen soll. Auch die Schaffung von Retentionsflächen oberhalb des Sees ist für die Genossen weiterhin eine Option, die zur Gesundung des Gewässers führen könnte.Eine Maßnahme, die bisher noch nicht diskutiert wurde, ist der Vorschlag von Mengel, den ehemaligen Leiter des Betriebswerkes August Oppermann mit ins Boot zu holen. "Er hat viel Fachwissen und das entsprechende Gerät. Man könnte das "Zeug" absaugen und den See auf dem Grund abschürfen, so dass mehr Tiefe gewonnen wird", so Mengel."Damit wir den See in sechs bis acht Jahren nicht ganz aufgeben müssen, darf es jetzt keine Denkverbote und keine Tabus mehr geben", macht Jörg Heinz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Eschweger SPD, deutlich.Für die Dammabdichtung zwischen Fluss und See sind derzeit 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Diese würden, so Feiertag, bei weitem nicht ausreichen. Eine Summe von 2,5 Millionen unter dem Strich wären durchaus denkbar. "Dafür könnte man ein ganzes Maßnahmenpaket stricken", so Feiertag.Zunächst soll nun der Antrag formuliert werden, der die Veröffentlichung der Gutachten zulässt, damit sich auch Experten außerhalb der Planungsgruppe mit dem Thema beschäftigen können, um kurz- bzw. mittelfristige Maßnahmen ergreifen zu können.

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