Johannisfest: Angebliche Schlägereien, Diebstahl und ein bewaffneter Mann im Festzelt

Polizeibeamte hatten in der Nacht von Sonntag auf Montag beim Johannisfest in Eschwege alle Hände voll zu tun.

Eschwege - Um 00.30 Uhr wurde heute Nacht eine angeblich größere Schlägerei im Bereich der Tränenbrücke gemeldet. Bei Eintreffen der Streife war keiner der Beteiligten mehr anwesend. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass sich wohl lediglich zwei Personen geprügelt hatten. Ganz offensichtlich hatten aber wohl beide kein Interesse an einer Anzeige wegen Körperverletzung.

Eine weitere Schlägerei wurde um 1.36 Uhr vor dem Festzelt gemeldet. Auch hier konnte bei Eintreffen der Polizei weder ein Geschädigter noch ein Beschuldigter angetroffen werden. Laut Aussagen anderer Festbesucher sei es angeblich nur zu einem Gerangel mehrerer Personen gekommen.

Gegen 00.45 Uhr wurde eine Anzeige wegen des Diebstahls eines Handys aufgenommen. Täterhinweise waren keine vorhanden.

Durch mehrere Festbesucher wurde den auf dem Johannisfest eingesetzten Polizeibeamten heute Nacht gegen 1 Uhr mitgeteilt, dass ein mit einem Messer bewaffneter Mann das Festzelt betreten habe. Aufgrund der guten Personenbeschreibung konnte die Person schnell lokalisiert werden. Da die Person stark alkoholisiert war und sich gegenüber der Polizei nicht ausweisen konnte oder wollte, wurde der Mann zur Identitätsfeststellung mit zur Dienststelle genommen. Es handelt sich bei der Person um einen 18-Jährigen, der in der Gemeinde Ringgau gemeldet ist. Ihm wurde anschließend ein Platzverweis für den Bereich des Festplatzes erteilt.

Ein Jutebeutel wurde gestern im Zeitraum von 22.15 bis 23 Uhr im Festzelt entwendet. Die Geschädigte hatte die Tasche auf dem Boden neben einem Absperrgitter zwischen Tanzfläche und Bühne deponiert und war anschließend zum Tanzen gegangen. Bei ihrer Rückkehr stellte sie den Diebstahl fest. In der Tasche befanden sich 50 Euro Bargeld, eine EC-Karte, ein Handy, ein Fahrzeugschlüssel sowie die Personalausweise der Geschädigten und ihrer Schwester.

Eine 15-Jährige aus der Gemeinde Meinhard ist am Sonntag gegen 1.30 Uhr im Festzelt von einem Mann begrapscht worden. Der Täter, ein 37-Jähriger aus der Gemeinde Meinhard, griff der Jugendlichen mit beiden Händen an das Gesäß. Er wurde daraufhin von dem Mädchen weggeschubst und ihm mitgeteilt, dass zu unterlassen. Der 37-Jährige ist der 15-Jährigen persönlich bekannt.

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