Zum Johannisfest werden in Eschwege 3.000 Milchbrötchen gebacken

Das Johannisfestbrötchen, süß und lecker! Für die Stärkung am Fest sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäckerei Hufgard verantwortlich: (v.li.) Mareen Adam, Bodo Zeuch, Jörg Sauer, Iris Zeuch, und Claudia Ludwig. Foto: Bennighof
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Das Johannisfestbrötchen, süß und lecker! Für die Stärkung am Fest sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäckerei Hufgard verantwortlich: (v.li.) Mareen Adam, Bodo Zeuch, Jörg Sauer, Iris Zeuch, und Claudia Ludwig. Foto: Bennighof

Die Johannisfestbrötchen haben eine lange Tradition. In diesem Jahr backt die Bäckerei Hufgard gut 3000 Milchbrötchen für Eschweger Schulen und Kitas.

Von ELISABETH BENNIGHOF

Eschwege. Eine der vielen Traditionen rund um das Johannisfest ist das Austeilen der Milchbrötchen an die Kinder. Am Johannisfest-Freitag liefert die Bäckerei Hufgrad 2.500 bis 3.000 Milchbrötchen an Eschweger Grundschulen und Kindertagesstätten aus.

Weizenmehl, Zucker, Hefe, Salz, Milch und ein hoher Butteranteil machen die Brötchen besonders gehaltvoll. Außerdem gehören in das Rezept 25 bis 30 Prozent Rosinen, die für zusätzliche Süße sorgen.

Schon seit über 30 Jahren kommen die Brötchen aus der Backstube von Hufgard, "schon mein Vorgänger hat die Brötchen für die Kinder gebacken", berichtet Bäckermeister Bodo Zeuch, der Inhaber der Bäckerei Hufgard.

Die erste Rechnung stammt aus dem Jahr 1839

Die Tradition ist aber weswentlich älter: Im Stadtarchiv findet man als ältesten Beleg eine Rechung aus dem Jahre 1839. Der Bäcker Samuel Streckhardt stellte sie der Stadt für die Lieferung von 406 "Wecke" an die Knabenschule und 302 "Wecke"an die Mädchenschule aus. Früher bekamen die Schüler  und Lehrer auch Bier

Ob vorher auch schon Brötchen verteilt wurden, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Rechnungen darüber gibt es im Stadtarchiv nicht. Dr. Karl Kollmann hat die erste Erwähung des Johannisfestes in einer Rechung aus dem Jahre 1671 gefunden. Darin wird die Lieferung von Bier durch die Eschweger Wirte belegt, die den Gerstensaft an Schüler und Lehrer ausgeschenkt haben.

Ein Johannisfestbrötchen kostete vier Heller

In einem Beleg aus dem Jahre 1836 wird die Lieferung von "irdenen Trinkbechern zum Ausschank des Bieres an die Schuljugend" durch den Töpfer Johannes Bomhard festgehalten. Im Jahre 1840 kostete ein Johannisfestbrötchen im Einkauf für die Stadt 4 Heller. Der Heller war zur damaligen Zeit die kleinste Münzeinheit.

Warum die Ausgabe der Milchbrötchen eingeführt wurde, lässt sich heute nicht mehr belegen. Wahrscheinlich sollten sie, genauso wie das Bier, die Begeisterung für das Johannisfest bei den Schülerinnen und Schülern steigern.

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