Kampagne ,UnvergEssbar’ läuft in wieder an

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In Witzenhausen geht die Kampagne "UnvergEssbar" in die nächste Runde

Witzenhausen. Man mag sie – oder man mag sie nicht: Blumenkübel vielerlei Art stehen rechtzeitig zur schönen Jahreszeit zum wiederholten Mal vor vielen Witzenhäuser Geschäften. Darunter auch die mittlerweile umstrittenen, aus dem Bürgerhaus geretteten Behälter im ,Vintage-Stil ‘ der 70er-Jahre.

Die Witzenhäuser Initiative ,UnvergEssbar’ besteht seit 2012 und hat sich zum Ziel gesetzt, schöne, vielfältige und essbare Landschaften in und um Witzenhausen zu erhalten und zu schaffen und somit zur Erhaltung der Artenvielfalt und der ganzjährigen Produktion von regionalem und gesundem Essen beizutragen."Mit den Pflückoasen möchten wir UnvergEssbar in die Innenstadt von Witzenhausen bringen, um zu zeigen, dass es auch hier eine Vielfalt von Möglichkeiten gibt essbare Pflanzen anzubauen und gleichzeitig das soziale Zusammengehörigkeitsgefühl steigern", stellt Farid Melko vom Verein ,TransitionTown’ die Idee vor.

Rund 40 Geschäftsleute und Privatpersonen beteiligten sich bereits ein Jahr darauf, 2013. "Im Jahr 2014 erlangte das Projekt leider nicht mehr dieselbe Wirkung", heißt es weiter. "Zum einen hatten einige engagierte Geschäftsleute ihre Läden aufgegeben, zum anderen hatten wir bei Transition Town Witzenhausen kein stabiles Team, um uns gebührend um die Pflückoasen zu kümmern."

Der Luxemburger Gilles Ramponi, der im Rahmen eines Europäischen Freiwilligen Dienstes zu TransitionTown im Januar nach Witzenhausen gekommen ist, hat den Faden wieder aufgenommen. Nach Analysen und strategischen Planungen haben er und das Team grundlegende Strukturen geschaffen, die die Nachhaltigkeit des Projektes sichern.

Das Konzept ,Pflückoasen’

Für das Projekt ,Pflückoasen’ gibt es bereits ein Kernteam, das die Einwohner und Geschäftsleute in der Innenstadt anspricht und motiviert mitzumachen. Mitmachen ist dann in mehreren Formen möglich, z.B. indem man selbst Pflückoasen vor die Tür stellt, indem man sich als Pate oder Patin um einen oder mehrere Kübel kümmert oder aber auch indem man aktiv im Kernteam und an der Koordination mitarbeiten möchte.

"Wir laden deshalb alle Witzenhäuser ein, vor ihren Häusern oder Läden, für alle zugänglich, essbare Pflanzen anzupflanzen, z.B. in Kübeln oder auf öffentlich zugänglichen Brachflächen. Nachbarschaften, die sich zu diesem Zweck zusammenschließen, werden so zu Pflückoasen. Jeder darf von den Pflanzen etwas ernten", lautet das Konzept. "Das Kernteam wird sich um die Planung, Umsetzung, Begleitung, Vervollständigung und Nachbearbeitung des ganzen Projekts kümmern", verspricht das Projektteam.

Ästhetik ist bei dem Projekt ebenfalls ein wichtiger Aspekt. So ist es ein Ziel, thematisch zu den Geschäften passend entsprechende Pflanzgefäße zu bepflanzen. In der Vergangenheit hatte die Schneiderei Erdbeeren in einer XXL-Jeans, der Outdoor-Laden einen Rucksack, die Eisdiele eine bepflanzte Riesen-Eiswaffel und die Kneipe Klampfe Hopfen in einem Bierfass vor der Tür, der Weltladen eine afrikanische Trommel mit Oregano.

UnvergEssbares Bürgerhaus

"Nun haben wir aus dem geschlossenen Bürgerhaus, das abgerissen werden soll, die Original Kübel aus den 70er Jahren gerettet. So wird auch das Bürgerhaus unvergEssbar und soll direkt in der Stadt an die Notwendigkeit von kulturellen und sozialen Treffpunkten erinnern", ergänzt Vereinsmitglied Silvia Hable.

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