Auf Kater Gerd wurde bei Uengsterode geschossen

Kater Gerd hat sich inzwischen körperlich etwas erholt. Doch er traut sich kaum noch raus.
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Kater Gerd hat sich inzwischen körperlich etwas erholt. Doch er traut sich kaum noch raus.

Projektil steckte in Augenhöhle: Auf Kater Gerd wurde bei Uengsterode geschossen

Uengsterode. Wer hat auf Kater Gerd geschossen? Tamara Heinemann und ihr Mann Klaus-Peter Heinemann können es noch immer nicht fassen. Ihr Kater hatte ein entzündetes Auge, als sie sich darum kümmern wollten, mussten sie schockiert feststellen, das in der Augenhöhle ein Projektil steckte.

Ereignet hat sich der Vorfall zwischen dem 24. Februar und 1. März in Uengsterode. Bei dem Projektil handelt es sich um einen „Diabolo“, der von Luftgewehren, Luftpistolen mit gezogenem Lauf sowie CO2-Waffen verschossen wird. „Ich kann nicht verstehen, wie jemand auf ein Lebewesen schießen kann. Was muss in einem Menschen vorgehen, dass man so einen Hass auf Katzen hat“, so Tamara Heinemann.

Sie könne zwar nachvollziehen, dass man vielleicht von dem einen oder anderen Tier genervt sei, doch eine Waffe abzufeuern sei etwas ganz anderes. Und Heinemann weiter: „Was, wenn die Person sich das nächste Mal von einem Kind gestört fühlt? Wird dann auf ein Kind geschossen?“ Sie selbst wollen an die Öffentlichkeit gehen und den Fall publik machen.

Das Projektil wurde bei Kater Gerd in der Augenhöhle gefunden.

Sie hoffen, dass dadurch so etwas nicht noch einmal geschieht. Bei der Polizei hatten sie bereits Anzeige erstattet und das Projektil für die weiteren Ermittlungen den Beamten übergeben.

„Die Strafanzeige lautet auf ,Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gemäß § 17, Nr. 2‘ – Zufügen von erheblichen Schmerzen oder länger anhaltenden Leiden. Dies stellt eine Straftat dar und wird laut Gesetzesauszug mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren sanktioniert“, erklärt Jörg Künstler von der Pressestelle der Polizeidirektion Werra-Meißner.

Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. Kater Gerd hatte großes Glück, die Wunde verheilt inzwischen gut und sein Auge ist gerettet. Doch der Vorfall hat Spuren hinterlassen: „Früher war er immer länger weg, auch schon einmal bis zu zwei Tage. Derzeit traut er sich jedoch kaum noch vom Haus weg. Er bleibt maximal 30 Minuten draußen“, so Heinemann.

Sie hoffe, dass der Täter geschnappt werde oder sich im besten Fall selbst stelle. Sie habe auch noch einen weiteren Kater: „Wenn der aktuell etwas länger wegbleibt, macht man sich sofort Gedanken. Hat es ihn jetzt auch erwischt? Ist er vielleicht sogar tot?“

Uengsterode ist jedenfalls ein kleiner Ortsteil von Großalmerode, so viele Menschen besitzen in dem Ort kein Luftgewehr, die Chancen stehen deshalb nicht all zu schlecht, dass man die Person findet, die auf Kater Gerd geschossen hat.

Hinweise nimmt zu dem Fall die Polizei in Hessisch Lichtenau unter 05602/93930 entgegen.

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