KATWARN-App warnt im Werra-Meißner-Kreis vor Gefahren

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Die neue KATWARN-App warnt ab sofort im Gefahrenfall im Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner. Wenn eine Gefahr droht, dann kann man sich im Werra-Meißner-Kreis ab sofort mit der kostenlosen App "KATWARN" rechtzeitig warnen lassen. Zumindest wenn man ein Smartphone besitzt.Die App bietet der Werra-Meißner-Kreis zusammen mit der Sparkassenversicherung und dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS ab sofort an."Früher wurden die Menschen durch Sirenen vor Gefahren gewarnt, heute können wir dies über KATWARN viel genauer tun", erklärt Alfred Jakoubek von der Sparkassenversicherung.Wer die 3,16 Megabyte große App auf seinem Telefon installiert hat, wird ab sofort nicht mehr nur vor Gefahren gewarnt, sondern auch darüber informiert, was er im Ernstfall zu beachten oder zu unternehmen hat. Brennt etwa ein Fabrikgebäude, bei dem giftiger Rauch entsteht, wird man in dem betreffenden Gebiet aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, oder das Autofahrer das Areal umfahren sollen. "Man erhält nicht nur eine Warnung, sondern auch genaue Informationen.Doch die App soll nicht nur über Katastrophen informieren, sondern durch die Funktion "Schutzengel" wird man etwa auch darauf hingewiesen, dass eine Straße wegen einer Baustelle oder eines Unfalls gesperrt ist. Gleiches gilt auch, wenn im Werra-Meißner-Kreis ein Tunnel wegen Wartungsarbeiten gesperrt wird.

Über den Umfang der Informationen bestimmt man selbst. Neben dem aktuellen Standort kann man bis zu sieben Gebiete – per Postleitzahl – bestimmen, über die man informiert werden möchte.Neben Bränden, Industrieunfällen, Bombenfunden, Hochwasser und Dammbrüchen etc. warnt die App auch bei Problemen mit dem Trinkwasser oder Straßensperrungen.Doch die App funktioniert nur in Landkreisen und Städten, die sich dem Projekt angeschlossen haben. So nehmen zwar fast alle Landkreise in Hessen an dem Projekt teil, doch im Ballungszentrum Kassel und im Raum Frankfurt sieht man dafür bisher noch keinen Grund.

So bekommt man dort zwar alle Meldungen, die sich auf das Wetter beziehen, doch über Gefahren vor Ort kann man nicht informiert werden. Städten wie Berlin, Hamburg oder München sind bereits dabei. Seit heute nun auch offiziell der Werra-Meißner-Kreis. Pro Jahr muss der Kreis für die App rund 3.000 Euro zahlen, was bis Ende 2016 durch die Sparkassenversicherung übernommen wird.

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Das sollte  man über KATWARN wissen

1) Die KATWARN-App ist für Android, iPhone sowie Windows Phone kostenfrei erhältlich und im entsprechenden "App-Store" zu finden.2) Die App greift nicht auf persönliche Daten zu und kommt auch ohne ein GPS-Signal aus. Eine Netzverbindung ist jedoch erforderlich.3) Die App warnt nur auf Wunsch vor Gefahren am aktuellen Standort.4) Insgesamt kann man unabhängig von seinem aktuellen Standort bis zu sieben Orte angeben, für die man die Meldungen erhalten möchte.5) Es werden ausschließlich Meldungen von den öffentlichen Quellen, wie den Gefahrenabwehrzentren etc. verwendet. Quellen von privaten Anbietern werden nicht genutzt.6) Es wird neben Gefahren auf Wunsch auch vor alltäglichen Unannehmlichkeiten und Problemen, die die Öffentlichkeit betreffen, informiert.

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