Kein neues Gesicht: Johannes Siebold führt seit 1. Januar die Geschicke der Tourist-Information

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Daniel Herz (li.) und Johannes Siebold stellten die Planungen vor.

Für Besucher der Tourist-Info am Marktplatz ist Johannes Siebold kein Unbekannter. Seit knapp fünf Jahren ist er schon bei der Pro Witzenhausen GmbH tätig. Seit 1. Januar nun als Geschäftsführer. Welche Pläne er für die Zukunft hat, verriet er vergangene Woche.

Witzenhausen. Die langjährige Erfahrung vor Ort komme ihm zu gute, berichtet der studierte Marketing-Betriebswirt, der sich für die Zukunft der Vermarktung der Kirschenstadt viel vorgenommen hat. Mit Rad fahren, Kanusport und Wandern habe Witzenhausen bereits einige Angebote für seinen Besucher – diese gelte es in Zukunft auszubauen und miteinander zu verzahnen, so Siebolds erstes Resümee.

Nach einer Bestandsaufnahme wolle man nun schauen, wie man auf den vorhandenen Angeboten aufbauen und was verbessert werden kann. Eine seiner Ideen: „Wir überlegen, zur Kirschblüte Segway-Touren anzubieten.” Auch verschiedenen neue Pauschalangebote sollen den Aufenthalt für Besucher über eine Woche lang attraktiver gestalten. Die Stadt biete bereits vieles, es müsse nur an den richtigen Stellschrauben gedreht werden, blickt Siebold optimistisch in die Zukunft. Aber nicht nur zum Thema Tourismus hat der neue Chef der Tourist-Information erste Ideen. Auch an den anderen Pfeilern der Vermarktung will er weiter schrauben. Nachdem die Stadt bereits zweimal als „Fair Trade Town“ klassifiziert wurde, steht in diesem Jahr die erneute Nachklassifizierung im Rahmen des Fairen Frühstücks am 27. April auf der Agenda. Und auch eine erneute Bewerbung als Hauptstadt des fairen Handels ist eines der Ziele.

Eine der Herausforderungen, die Siebold in seinem ersten Jahr als Geschäftsführer erwarten, ist der Königinnentag, der parallel zur Kesperkirmes am zweiten Juliwochenende stattfinden wird. „Es ist der Höhepunkt des Jahres”, so Siebold, „die Vorbereitungen laufen bereits”. Hierbei will die Stadt einerseits auf Bewährtes setzen: So soll das Kinderfest wieder in die Hände der ehemaligen Kirschköniginnen gelegt werden, wie Bürgermeister Daniel Herz erklärt, andererseits aber auch neue Wege gehen. „Wir wollen bei der Kesperkirmes erstmals Einwegbecher verbieten”, ergänzt Siebold und verweist darauf, dass beim Weihnachtsmarkt diese ebenfalls kaum noch zum Einsatz kamen.

Trennen will sich die Tourist-Information auch von nicht effektiven Angeboten: Ein Beispiel hierfür sei die Zimmerreservierung, so Herz. Man wollte hier das Gespräch mit den Gastgebern suchen und Möglichkeiten erarbeiten, die alle Beteiligten zeitlich entlasten.

Ich möchte dieses Jahr Visionen auf den Weg bringen, um im kommenden Jahr Früchte ernten zu können”, so Siebold ab-schließend.

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