Kids "checkten" Großalmerode

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Die Kinder wissen, wo es hakt und wo es läuft

Großalmerode. Mit ihrer Stadt sind die Kinder aus Großalmerode eigentlich zufrieden. Spielplätze gibt es genug, so deren Fazit. Doch ein paar Mängel gibt es dann doch. Denn die Kids haben sich während der Ferienspiele mit Maßband, Zettel, Stift sowie dem "Kinderinspekteur-Ausweis" auf ihren "City-Check" begeben. Besonders stark "stinkt" den Kleinen der Hundekot, der an einigen Ecken zahlreich zu finden ist. Und auch der Müll der von so manch einem Bürger hinterlassen wird, finden sie alles andere als cool.Vorgaben, was man untersuchen könne, hatten die Kinder nicht bekommen: "Sie sollten komplett selbst erarbeiten, was sie überprüfen wollen, denn schließlich sind die Kinder die Experten, wenn es darum geht zu wissen, was Kinder interessiert", erklärte Alexandra Goßmann, Leiterin Spielothek der Valentin-Traudt-Schule und der Ferienspiele."Besonders negativ sind uns aber die großen Jugendlichen aufgefallen", erklärten die Inspekteure. Denn diese sorgen etwa auf Spielplätzen oder Haltestellen dafür, dass sie sich unwohl fühlen.

Es hat sich was getan

Doch bei der Vorstellung der Ergebnisse in der vergangenen Woche konnte Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel schon ein paar gute Nachrichten überbringen, denn die Kinder stellten ihm persönlich die Ergebnisse schon einmal am Ende der Ferienspiele vor. So hat er unter anderem Straßenlaternen in Ordnung bringen lassen, die aus unterschiedlichsten Gründen die Straße nicht mehr gut beleuchten konnten."Ich bin auch immer wieder beeindruckt gewesen, wie ähnlich doch die Bedürfnisse der Kinder und Erwachsenen sind bzw. wo sie Probleme sehen", erklärte Nickel. Und Nickel weiter: "Was wir sofort erledigen konnten haben wir auch gemacht."Doch alles konnte und kann man in der Ton-Stadt nicht umsetzen. Ein Shuttlebus zum Freibad sei nicht realisierbar. Das Freibad selbst war bei der Inspektion ein eigenes Kapitel, denn es liegt den Kindern gerade in den Sommerferien am Herzen, wobei auch, neben dem weiten Weg, andere Jugendliche, die das Nichtschwimmerbecken "belagern", als Hauptkritikpunkt aufgezählt wurden.Alles in allem fällt das Fazit aber gut aus. Dennoch ist das Projekt "City-Check" nicht abgeschlossen. Denn die fertige Broschüre zeigt nicht nur den aktuellen Stand, sondern sie kann und soll auch in Zukunft für weitere Checks in 2015 und 2016 genutzt werden, damit die Kinder prüfen können, ob sich etwas gebessert, oder verschlechtert hat. Dass dies klappt, dafür sorgt Bettina Vaterrodt von der Jugendförderung Werra-Meißner, die für die Umsetzung des Projektes zuständig war.

"Vorbildliche Erwachsene"

Bürgermeister Andreas Nickel hofft zudem, dass die über 40 Kinder vorbildliche Erwachsene werden, denn: "Wenn ihr ja jetzt schon so großen Wert darauf legt, dass man seinen Müll nicht auf die Straße wirft und den Schmutz seiner Tiere einsammelt, habe ich die Hoffnung, dass ihr als Erwachsene auch darauf achtet und mit gutem Beispiel voran geht.

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